Palmöl ist noch umweltschädlicher


Palmfrüchte vor der Ölpresse, Bild: Spektrum.de
Ölpalmplantagen haben wegen der damit verbundenen Abholzung der Regenwälder einen schlechten Ruf. Nun zeigt sich, dass sie dem Klima noch stärker schaden als gedacht.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Ölpalmen gehören zu den produktivsten Kulturpflanzen der Tropen, zugleich ist ihre Bedeutung in den letzten Jahren stetig gestiegen: Von Biodiesel über Nahrungsmittel bis hin zu Kosmetika basieren viele Produkte auf dem Pflanzenöl. Die rasant gestiegene Nachfrage wird vornehmlich durch neue Plantagen in Indoensien und Malaysia gedeckt, die häufig auf Kosten verbliebener Regenwälder vergrößert wurden. Verschiedene Studien haben daher schon gezeigt, dass Palmöl nicht als „grüner“ Kraftstofflieferant taugt, sondern dem Klimaschutz eher schadet.

Die Entwässerung und Brandrodung von Regenwäldern ist aber offensichtlich nicht der einzige Negativposten in der Treibhausgasbilanz des Energieträgers. Das zeigt eine Arbeit von Philip Taylor von der University of Colorado in Boulder und seiner Kollegen, die sich die Abwässer der Palmölproduktion angesehen haben. Diese setzen nach den Messungen der Geowissenschaftler beträchtliche Mengen an Methan frei – ein sehr potentes Treibhausgas, das noch klimarelevanter ist als Kohlendioxid.

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