Digitale Evolution


Bild: sebastiand.twoday.net
Forscher setzen Programme im Computer aus, die sich dort evolutionär weiterentwickeln. Nur die besten überleben.

Von Thomas JünglingDIE WELT

In dem gnadenlosen Kampf kann es nur einen Gewinner geben. Wer schwächelt, wird aussortiert – und darf auch nicht mehr wiederkommen. Es sind keine Figuren in einem harten Hollywood-Reißer, die ums Überleben kämpfen, es ist auch keine Kurzbeschreibung, wie sich die Arten im Laufe der Evolution entwickelt haben. Es sind Nullen und Einsen, die sich hier bewähren müssen. Die Programme machen es unter sich aus, wer am meisten zu bieten hat, welches von ihnen zum Beispiel den Bauplan einer Kraftstoffdüse mit höchstmöglicher Verdichtung entwickelt hat.

Der Überlebenskampf läuft nach den Gesetzmäßigkeiten ab, die Charles Darwin in seiner Evolutionstheorie formuliert hat. Es geht bei den evolutionären Algorithmen oder der genetischen Programmierung ebenfalls um Auslese, Mutationen und bestmögliche Anpassung. Forscher setzen dazu Programmzeilen in einem Computer aus, die sich dann paaren und Nachkommen bilden.

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