Joachim Meisner: Der selbsternannte „Wachhund Gottes“


meisner_400q Joachim Meisner, der ebenso einflussreiche wie umstrittene Kölner Erzbischof und Kardinal, geht in den Ruhestand.

Von Gerhard KieferBadische Zeitung

Joachim Meisner kann spalten und versöhnen, umgänglicher sein als mancher Dorfpfarrer und sein Publikum doch wieder vor den Kopf stoßen – so poliert der Kölner Kardinal seit langem sein Image als Polarisierer. Mittlerweile ist Meisner in so viele Fettnäpfchen getreten, dass manche ihn den „Steinbrück der deutschen Bischöfe“ nennen. Doch der Erzbischof ist, wie immer man zu ihm steht, eine prägende Persönlichkeit des deutschen Episkopats. Am Sonntag nimmt der 80-jährige „Wachhund Gottes“ (Meisner über Meisner) im Kölner Dom Abschied von der größten und reichsten der 27 deutschen Diözesen, die er 25 Jahre souverän bis autoritär geleitet hat. Unter den Päpsten Johannes Paul II. und Benedikt XVI. galt er gar als einer der einflussreichsten Kardinäle der Weltkirche.

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