Lewitscharoff leidet unter Selbstvergöttlichung


Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)
Sibylle Lewitscharoff (Bild: Wikimedia Commons/Lesekreis, CC0/Public Domain)
Die Rede der Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff ist menschenverachtend. Ihre Behauptung, sie stehe für ein christliches Menschenbild, ist Unsinn. Entweder handelt die Schriftstellerin absichtsvoll ahnungslos oder ihr fehlt jeglicher theologische Sachverstand.

Von Dirk Pilz Berliner Zeitung

Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff hat eine Rede gehalten. Kinder, die aus künstlicher Befruchtung hervorgehen, entstünden auf „abartigen Wegen“, sie sei deshalb geneigt, diese als „Halbwesen“ anzusehen.

Das war vergangenen Sonntag. Zunächst reagierte kaum jemand, dann wurde allerorten Empörung annonciert. Die Rede ist empörend. Sie ist menschenverachtend und homophob, bedient faschistische Denkmuster und rollt Rassisten den Teppich aus. Es ist wichtig, das laut vernehmlich zu sagen. Aber mit moralischer Entrüstung allein ist hier kein Weiterkommen. Das bloße Moralisieren erweist sich als zahnloses Fauchen, es verpufft – bis zur nächsten Erregung über die Sarrazins und Lewitscharoffs in diesem Land.

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