Matthias Matussek: Dodo des Monats Februar 2014


Dodo des Monats Februar 2014
Dodo des Monats Februar 2014

Matthias_MatussekDer Mentor des Trash-Katholizismus in Deutschland hat gewonnen. Beeindruckend sein Durchmarsch an die Spitze monatlicher Ewiggestrigkeit. Selbstbezeichnend nennt er sich homophob und findet das gut so.  Völlig seinem verdorrten christlichen Weltbild verhaftet hat er keine Ahnung was Humanismus eigentlich meint, selbst die Aussage, dass alle Menschen gleich sind, ist ihm wesensfremd.
Homophobie ist allen abrahamitischen Religionen wesenseigen. Den Widerspruch, dass alle Menschen Gottes-ebenbildlich seien, also auch Homosexuelle, löst man als gläubiger Kathole nicht auf. Matussek spricht gar von homosexueller Ideologie. Solch Schwachsinn kann nur erklären, wer sich von zölibateren alten Männern Eheberatung wünscht. Widerspruchsfrei ist diese Konstruktion nicht denkbar.

Homosexualität ist eine Spielart der Natur. Betroffene können sich nicht ihre sexuelle Identität aussuchen. Im Tierreich, letztlich ist Nacktaffe Matussek gar nicht soweit davon entfernt, existiert Homosexualität bei über 1.500 Tierarten. Flamingos, Giraffen, Delphine, Schimpansen, Pinguine, selbst Löwen können schwul sein. Wenn Matussek einen Arsch in der Hose hätte, würde er in der afrikanischen Savanne schwulen Löwenmännern erzählen wie man sich als Löwenmännchen verhält, dass auch Löwen so etwas nicht tun.  Homosexualität gehört, nach christlichen, jüdischen und islamischen Schriften zur Schöpfung. Die Wahrnehmung ist eine andere. Stigmatisierung, Ausgrenzung, weil Homosexuelle nicht für neuen Religionsnachwuchs sorgen und damit die Macht der Priester brechen.
Homosexualität ist ein sicherer Beweis für die Wirkungslosigkeit von Gebeten. Schlagt Kreuze, betet den Rosenkranz, schmeisst euch in den Dreck, der Schwule bleibt schwul. Während Gott schweigend seine Schöpfung duldet, brüllen seine Anhänger auf. Die Furcht der Machtlosigkeit des imaginären Schöpfers kann nur mit blinden, fanatischen Aktionismus betäubt werden. So wie Gebete keine Naturkatastrophen, Straftaten, Unfälle usw. verhindern, scheitern sie an der Homosexualität klaglos. Die Großmäuligkeit der göttlichen Anhängerschar wird zum Rassismus und genau das ist Matussek, ein Rassist, mit einem erbärmlichen Menschenbild.

Mit seinen dummen, menschenverachtenden Sprüchen zu Homosexualität kann sich das deutsche Episkopat nur über Matussek schämen. Wird in Rom die Neuevangelisierung der Welt beschlossen ist er das Gegenprogramm. Eine Religion die eine Stimme wie Matussek nötig hat ist weltfremd. Die Realität ist eine andere. Gläubige Katholiken halten sich nicht an die Lehrinhalte ihrer Kirche, die Dogmatik wird vom Kirchenvolk belächelt.

Während die Kirchen sich schwer tun die Missbrauchsfälle an Kindern und Jugendlichen lückenlos aufzuklären, maßen sie sich an Menschen wegen ihrer sexuellen Identität Vorschriften zu machen, sie gesellschaftlich auszugrenzen. Instrumente wie Matussek liefern die Argumente, wohl wissend, dass die Lebensverhältnisse der Menschen andere sind.

Die grenzdebile Katholen-Folklore des Herrn Matussek braucht die Welt nicht, DIE WELT schon.

Herzlichen Glückwunsch zum Dodo.

4 Comments

  1. “Doch man stelle sich nur für einen Moment eine Welt ohne Christentum vor, das wäre eine fürchterliche Welt, eine, in der die Schwachen erbarmungslos ausgemerzt werden würden.”
    Interview, Rheinische Post, 11.6.2011

    Das wäre doch ein Argument für die über Million Mitarbeiter von Diakonie und Caritas, die von den christlichen Amtskirchen wie Sklaven ausgebeutet werden bei Vorenthaltung aller Menschenrechte

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  2. Ich glaub, Matthias Matussek tritt geistig manchmal etwas weg:

    „Nein, ohne Glauben, der auch der Glaube an das Gute ist und daran, dass wir zur Rechenschaft gezogen werden für das Böse, fällt die Gesellschaft auseinander – in einander zerfleischende Wolfsrudel.“
    Das katholische Abenteuer, Deutsche Verlagsanstalt, 9.5.2011, S. 93

    „Doch man stelle sich nur für einen Moment eine Welt ohne Christentum vor, das wäre eine fürchterliche Welt, eine, in der die Schwachen erbarmungslos ausgemerzt werden würden.“
    Interview, Rheinische Post, 11.6.2011

    „Umgekehrt braucht die Vernunft den Glauben oder die Idee einer höheren Wahrheit, sonst wird sie toll, sonst flippt sie aus.“
    Menschen bei Maischberger, 5.5.2012
    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=10542266 (7:04)

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  3. Danke für diesen an Süffisanz kaum noch zu übertreffenden Kommentar. Zu welchen Blüten von glaubensmäßiger Einfalt, oberflächlicher Argumentation und vernunftfeindlichen Treibens es selbst ein Redakteur und ehemaliger Feuilleton-Chef des Spiegels gebracht hat, ist schon erstaunlich, Der Spiegel darf stolz auf seinen (bisherigen) Mitarbeiter sein. Frühkindliche Sozialisation und kirchliche Indoktrination im rabenschwarzen Münster und drei Jahre im jesuitischen Aloisiuskolleg in Bonn-Bad Godesberg, wo er offenbar im Erkenntnisschatten der Altare aufwuchs, scheinen dafür verantwortlich zu sein. Kritische Reflexion hatte somit keine Chance, sich bei ihm zu entwickeln. Die Tugend des sich Treubleibens von Kindheit an bis heute wird zurecht mit einem Dodo belohnt. Mal sehen, ob er sich, wie es sich gehört, für den Preis bedankt.

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  4. Gratulation zur „Aus“Wahl eines „klein“bürgerlichen Katholiken und medialen „Gross“Inquisitor Jesu‘ Matthias Matussek. 😉 Chapeau zur Laudatio…. 🙂

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