Wie sieht es heute in Fukushima aus?


Um die stark kontaminierten Fische im Hafenbecken davon abzuhalten, ins freie Meer zu schwimmen, wurde das Hafenbecken mit einem Netz gesichert. ©TEPCO
Am 11. März jährt sich das schwere Erdbeben vor Japan und der damit verknüpfte GAU in Fukushima zum dritten Mal. Wie ist die Situation am Kernkraftwerk heute, welche Gefahren gibt es vor Ort für die Bevölkerung und Reisende?

Von Antje Findeklee , Daniel Lingenhöhl und Lars FischerSpektrum.de

Wie sieht es im und um den havarierten Reaktor aus?

Im zerstörten Kernkraftwerk lagern immer noch jeweils zwischen 70 und 95 Tonnen Urandioxid in Brennstäben pro Block, die bislang erst teilweise geborgen werden konnten. Schwerpunktmäßig entfernen Mitarbeiter des Betreibers Tepco momentan Brennelemente aus dem Lagerbecken in Block 4: Bis Anfang März 2014 hatten sie 418 von mehr als 1500 Brennelementen gesichert und abtransportiert. In den Containment genannten inneren Bereichen der Reaktoren herrscht wegen der Zerstörungen und der Kernschmelze eine teilweise extrem hohe Strahlenbelastung von bis zu 70 Sievert pro Stunde – ein Wert, den Menschen nur wenige Minuten ungeschützt überleben könnten. Die Schutzhülle sorgt allerdings bislang dafür, dass diese Strahlungsbelastung nicht nach außen dringt. Sie erschwert jedoch die Sicherungsarbeiten im Reaktor, da auch technisches Gerät wie Roboter nur kurzfristig funktionsfähig bleiben.

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