Bronzezeit-Käse, gut gereift


Die „Schöne von Xiaohe“ ist eine etwa 4000 Jahre alte Mumie einer Frau aus dem westlichen China. (Foto: Y. Liu, Y. Yang)
Normalerweise analysiert das Team am Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden Proteine und Fette in Zellen von Fruchtfliegen oder Fadenwürmern. In diesem Fall hatten die Forscher aber außergewöhnliche Proben in ihren Apparaten: Die Proben entpuppten sich als Käsereste aus der frühen Bronzezeit.

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Die Käsebrocken sind Grabbeigaben, die auf Hals und Brust einer rund 4000 Jahre alten mumifizierten Leiche aus dem Gräberfeld Xiaohe in Xinjiang im westlichen China gefunden wurden. Aus der Analyse konnten die Forscher das Rezept des Käses rekonstruieren: Wie Kefir wurde er aus Milch hergestellt, die mit einem Gemisch aus Bakterien und Hefe versetzt und zum Gären gebracht wurde.

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