Heiliger Zorn: Wenn Religion psychisch krank macht


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Religion kann Ängste oder Schuldgefühle auslösen. Sektenaussteiger und ehemalige Fundamentalisten berichten bei einem Treffen in Köln über ihre Erfahrungen.

Die Welt – Thomas Becker

Er kann sich noch genau an jenen Tag vor mehr als zehn Jahren erinnern, als er aus der katholischen Kirche austrat. Das Gefühl, endlich frei zu sein, übermannte ihn. Als er nach dem Behördengang im Auto saß, genoss er den Blick auf die friedlich daliegende Winterlandschaft im Hunsrück. Dann aber stieg die Angst wieder in ihm auf. Wenn er jetzt von der Straße abkommen sollte, wäre das nicht die gerechte Strafe Gottes?

Der Mann, der hier Markus heißen soll, möchte seinen richtigen Namen nicht nennen. Er ist 47 Jahre alt und brannte einst für seinen Glauben. Über die Jahre hat er eine ekklesiogene Neurose ausgebildet – eine Neurose, die aus religiösen Vorstellungen und kirchlicher Sozialisation herrührt. Psychologen verwenden den Begriff für Menschen, die durch ihren Glauben starke Schuldgefühle, Zwänge oder Frigidität entwickelt haben.

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2 Comments

  1. Die Erbsünde auf Konzilen 418 n.C. und 431 n.C. als wahr verabschiedet macht Menschen immer schuldig und damit manipulierbar. Der Arzt E. Schaetzing prägt den Begriff »ekklesiogene Neurose« mit Symptomen wie Schuldgefühle und paranoide Wahnideen. Der Gotteshumbug funktioniert mit Demütigungen und immer neuen Sünden für die Einfaltspinsel. Eine elektrische Reizung der gleichen Gehirnregionen erzeugt einen fast identischen Wahn.

    Die UN-Menschenrechte von 1948, die Europäische Menschenrechtskonvention lehnen Staaten wie Vatikan, Polen, Ukraine, CSSR, Sowjetunion, Weißrussland, Saudi-Arabien und Süd-Afrika ab. Ungläubige und Abweichler werden ihter Freiheit beraubt, der Job gekündigt, die Ehe verweigert, die Kinder gestohlen und verkauft, sterilisiert und ermordet usw. Die Einfaltspinsel sind durch kindlichen „Brainwash“ obrigkeitshörig, dumm bis geistig beschränkt, ihre Denkweise ist zu unflexibel um vom Gotteshumbug abweichende Positionen zu analysieren und Kritik überhaupt zu verstehen. Glaube ist die zwangsläufige Konsequenz fehlender Kritikfähigkeit und nicht dessen Folge. Kritik an einer Religion ist daher mit Gläubigen nicht diskutierbar.

    Für den Neurobiologen Joseph LeDoux vergisst das limbische Gedächtnis nichts, nachdem es erstmalig geprägt wird. Religiöser Wahn im emotionalen limbischen Netzwerk des Gehirns arbeitet mit Hoffnung, Liebe, Hass, Verheißungen, Visionen ohne jeden Realitätsbezug, vage unspezifische Versprechen und Deutungen sind viel wirksamer als exakte Angaben. Ein Disput mit Religioten und Einfaltspinseln ähnelt dem mit Dementen und Alzheimer Kranken, deren Gehirn durch Schäden schwerste Ausfälle hat.

    Menschen als Kinder im religiösen „Brain-Wash“ erzogen sind lebenslang unfähig sich der Blockade durch Rituale, Verbote und den ewig wahren Gotteshumbug zu entziehen. Sie haben verlernt in geistiger Freiheit reale Fakten zu erkennen, zu analysieren um danach ihr Leben zu gestalten.

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  2. Wie sagt Scholl-Latour so richtig ? „Wir leben in einer Zeit der Massenverblödung“.

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