Polen – Streit um geplantes Wojtyla-Plakat mit „Konkubine und Sohn“


Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel(Themenbild)
Ein Billboard mit der Aufschrift „Papst der zerbrochenen Familie“ will die Stiftung Atheismus-Säkularität-Antiklerikalismus im April im Zentrum der ostpolnischen Stadt Lublin aufhängen lassen. Auf dem Plakat wird Karol Wojtyla, der aus Polen stammende Papst Johannes Paul II., samt angeblicher Konkubine und angeblichem Sohn zu sehen sein. Die Kampagne sorgt für Empörung, noch ehe sie gestartet ist.

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Der Termin der Aktion ist nicht zufällig. Die Vertreter der Stiftung erklärten auf ihrer Website, dass sie die Kampagne rund um die Heiligsprechung von Johannes Paul II. am 27. April planen. Die Stiftung möchte mit dem Billboard Polen angesichts der „Heiligsprechungshysterie“ die Frage stellen, ob „derjenige edel ist, der allein Respekt von Millionen gewonnen hat, oder eher derjenige verdammenswert ist und Verachtung verdiente, der ihn liebende Menschen verlassen hat“. Damit wolle die Stiftung eine langfristige, landesweite Kampagne einleiten, welche die Verachtung des Klerus der römisch-katholischen Kirche für Menschen und Tiere sowie die Arroganz, Frechheit, Heuchelei, Hochmut und Gier des Klerus entblöße.

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