Der „Judenpunkt“ war ein Karrierehindernis


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1938. Das Schicksal jüdischer Spitzenbeamter des „Ständestaates“ nach dem „Anschluss“ Österreichs an Hitler-Deutschland.

Die Presse

Das Jahr 1938, Schicksalsjahr für Österreich. Was geschah eigentlich nach dem „Anschluss“ vor 75 Jahren mit den jüdischen Spitzenbeamten des christlichsozialen „Ständestaates“? Es waren sehr wenige, erzählt die Historikerin Gertrude Enderle-Burcel, Hofrätin im Staatsarchiv. Ihre Auswertung der Religionszugehörigkeit aller Sektionschefs am Ende der Monarchie, während der Ersten Republik sowie des Jahres 1945 hat ergeben, dass von 304 erfassten Spitzenbeamten aufgrund der bisher vorhandenen Quellen nur sieben jüdische Wurzeln hatten. Enderle: „Nur zwei davon bekannten sich zum jüdischen Glauben, Richard Schüller und Hermann Schwarzwald.“

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