Das Rätsel um die Wojtyla-Reliquie


Carabinieri vor der Kirche San Pietro della Ienca – hier wurde eine Reliquie von Johannes Paul II. gestohlen (dpa / pa / Lattanzio)
Ein kleines Gotteshaus in den Abruzzen mausert sich derzeit zum Heiligtum für den verstorbenen Papst Johannes Paul II. Die Kirche steht aber auch im Zentrum einer Räuberpistole – in der es um Ruhm und Reliquien geht.

Von Thomas MiggeDeutschlandradio Kultur

Die Anfahrt von Rom aus zur kleinen Kirche San Pietro della Ienca ist kein Kinderspiel. Die uralte Gotteshaus liegt zwar im Verwaltungsbereich der Stadt l’Aquila, also mitten in der Region Abruzzen, doch die Straße, eher ein Schotterweg, ist nicht leicht zu finden. Auch der Autonavigator gibt seinen Geist auf. Die Fahrt geht durch eine wildromantische Gegend, mit Bergen und Tälern, ohne klare Straßenschilder. Doch die Anwohner in der Umgebung wissen ganz genau, wie man zum Heiligtum für Papst Johannes Paul II. gelangt. Noch ist es kein offizielles Heiligtum der katholischen Kirche, denn noch ist der dort Verehrte kein Heiliger der katholischen Kirche – doch für die Gläubigen, nicht nur in den Abruzzen, ist San Pietro della Ienca seit Jahren ein wichtiges Pilgerziel, weiß Giovanni D’Ercole, Weihbischof von l’Aquila:

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