Heiße Ware: Per T-Shirt gegen die strikte jüdische Kleiderordnung


Joanne Ginsberg’s ‚Daughters of Israel, Do Not Dress Provocatively‘ T-shirt design (photo credit: Courtesy of Joanne Ginsberg)
Rachal Ginsberg ist orthodoxe Jüdin und doch protestiert sie mit gewagten T-Shirts gegen die in ihren Kreisen strenge Kleiderordnung. Verkaufsschlager ist ein hautenges Hemd mit der ironischen Aufschrift: «Töchter Israels ziehen sich nicht provokativ an».

Von Elisa MakowskiRHEIN-NECKAR-ZEITUNG

Gerade ist kein Kunde im Laden. Rachal Ginsberg (49) kramt unter dem kleinen Tisch in ihrem Geschäft Hebrew T-Shirts eine Tüte hervor und zieht ein Hemd heraus: «Für Jerusalem ist es zu gewagt, deshalb hänge ich es nicht ins Schaufenster. Ich habe Angst, dass mir sonst jemand die Scheiben einschlägt», sagt sie. Das T-Shirt ist hauteng und hat kurze Ärmel, auf Hebräisch steht darauf geschrieben: «Töchter Israels ziehen sich nicht aufreizend an.» Ein schwarzes T-Shirt und weiße Buchstaben – die Farben der Thora.

Ginsberg verkauft das T-Shirt seit dem Sommer 2012 im Onlineversand. Die meisten Bestellungen kommen aus den USA, der Verkauf läuft sehr gut. Für Ginsberg ist das Design ein Statement, eine ironische Provokation. Die Idee dazu hatte sie nach einem persönlichen Erlebnis.

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