Glaubensfrage Homöopathie: Meine Kinder bekommen Kügelchen


Bild: brightsblog
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Bei harmlosen Erkrankungen verabreichen viele Eltern ihren Kindern Kügelchen. Dabei gibt es keine wissenschaftlichen Belege, dass Homöopathika besser wirken als Placebos. Viele Mütter und Väter glauben trotzdem daran. Warum nur?

Von Lisa HarmannSpON

Homöopathie ist Quatsch. Das sieht jedenfalls Sarah so, meine Freundin. Sie glaubt an eine einzige große, von der Wirtschaft gesteuerte Lügenblase, wenn es um Kügelchen in verschiedenen Potenzen geht.

Aber: Sarah hat drei Kinder, und eines davon hustet. Andauernd. Und weil es die anderen Kinder im Kindergarten stört – oder die Erzieher nervt – setzen sie Sarah unter Druck. „Geh doch mal zum Heilpraktiker„, sagen sie. Und: „Hast du es schon mal mit Kügelchen probiert?“ Nein, habe ich nicht, möchte sie entgegnen, weil es für die Wirkung von Homöopathie keinen einzigen ernstzunehmenden Beweis gibt.

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3 Comments

  1. „Meine Kinder bekommen Kügelchen“.
    Bevor die Kinder in die Welt setzen, sollten sie sich vielleicht besser selbst -die Kugel geben-. (Sollte mehr ein Scherz sein, sorry wenn zu hart ausgefallen.)

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  2. Simon Singh und Edzard Ernst, in ihrem Sachbuch „Trick…or Treatment“ zu deutsch mit dem verballhornten Titel „Gesund ohne Pillen, Was kann AlternativMedizin“ (eben nicht!). Singh ist Wissenschaftsjournalist, Ernst, ermeritierter Professor für Naturmedizin. Das Buch ist Charles, seiner königlichen Hoheit dem Prinzen von Wales gewidmet; also schwarzer britischer Humor vom feinsten. In der Einleitung empfehlen Singh/Ernst den Lesern, die von der Heilwirkung der Homöopathie schon überzeugt sind und die sich von logischen Argumenten davon nicht abbringen lassen wollen, das Buch zurück in die Buchhandlung zu bringen und sich den Buchpreis erstatten zu lassen. 😉

    http://en.wikipedia.org/wiki/Trick_or_Treatment

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  3. Im Mittelalter werden Kranke zur Ader gelassen, mit unsterilisierten Nadeln ins Hirn gebohrt, Krötengift, Bärengalle und Kakerlakenpaste eingeflößt, bei kruden Untersuchungen Gebärende mit Leichengift infiziert usw. In heutiger Zeit kurieren paranoide „Heiler“ mit Weihrauch, „harmonisiertem“ Leitungswasser von Pfarrer Jürgen Fliege und Beten alle die Leiden, die für Einfaltspinsel und Dumpfbacken bedrohlich klingen.

    Die Ärzte des BKA werben für die Heilung von Homosexualität mit Psychotherapie, Homöopathie, Akupunktur bei theologischem Beistand, die paranoiden Methoden des Homöopathie-Experte Jeremy Sherr werden gar von der Ärztekammer Berlins in Seminaren trainiert. Frauen sind dabei besonders gefährdet, für Papst Ratzinger werden sie durch Ohrensex schwanger, nur wie funktioniert das. Nach Samuel Hahnemann heilt die Substanz, die ein Leiden verursachte, dies in extremer „homöopathischer“ Verdünnung. Einen Beweis dafür gibt es nicht.

    Wer also täglich winzigste Mengen Meerwasser trinkt, der wird nie von Tsunamis heimgesucht, wer täglich 3 Noten von Beethovens 5.ter Sypmphonie hört, der wird nie taub so wie einst der Meister. Wer schwerkrank ist, der sollte niemals gläubige Ärzte oder Homöopathen aufsuchen, die ihm eucharistisch das Ohrenschmalz wegbeten, ohne sein Leiden mangels bibischer Vorgaben erkennen und heilen zu können.

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