Tiertötungen im Kopenhagener Zoo: Der Mensch als König der Löwen


Bild: Wikimedia Commons/Prodinho (CC-BY 2.5)
Bild: Wikimedia Commons/Prodinho (CC-BY 2.5)

Tieropfer im Namen der Vernunft: Der Kopenhagener Zoo tötet vier Löwen und eine Giraffe aus „wissenschaftlichen Gründen“ – und zeigt so anschaulich, dass die Herrschaft des Menschen über die Tierwelt totalitäre Züge angenommen hat.

Spiegel online – Sebastian Hammelehle

Allein in Deutschland werden jährlich etwa 40 Millionen Küken getötet – kurz nach ihrer Geburt. Nicht, um sie zu essen, sondern aufgrund ihres männlichen Geschlechts. Sie legen keine Eier. Für die Mast sind sie nicht geeignet. Es gilt als zu teuer, sie am Leben zu lassen.

Allein dieses Beispiel könnte genügen, um einen Sturm der Entrüstung zu entfachen. Die industrielle Massentierhaltung bietet zahlreiche weitere. Warum empört sich die Öffentlichkeit stattdessen über den Tod einer einzigen Giraffe, oder nun über den von vier Löwen? In der Tötung der Tiere im Kopenhagener Zoo verdichtet sich das Verhältnis zwischen Mensch und Tier zu einer anschaulichen Geschichte mit widersprüchlichen Aspekten.

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