Reinkarnation als zweite Chance im Judentum


Werbung bei Stiftung Gralsbotschaft. Bild: psiram.com
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Wer auf einer niedrigen Stufe der Seelenleiter steckengeblieben ist, kann im nächsten Leben höher steigen.

Von Rabbiner Pinchas WinstonJüdische Allgemeine

Das Thema Wiedergeburt provoziert viele Fragen und oftmals heftige Reaktionen. Zuweilen lautet die Frage schlicht: »Ist Reinkarnation wirklich eine jüdische Idee?« Für viele ist Wiedergeburt eine Vorstellung, die anderen, vor allem fernöstlichen, Religionen zugehört, nicht aber dem Judentum.

Die Reinkarnationsidee kommt in vielen der wichtigsten Texte über Generationen hinweg nicht vor – seien es die Tora, die Mischna oder der Talmud. Wenn Reinkarnation eine im Judentum verankerte Idee wäre, sollte man meinen, diese und ähnliche Quellen würden sie wenigstens erwähnen. Andererseits zieht es das Judentum im Unterschied zu anderen Religionen vor, alltägliche Themen nicht mit eher mystischen Elementen zu vermengen. Obwohl die Kabbala genauso etabliert ist wie jedes andere Segment von Tora-Wissen, und obwohl sogar der Talmud (Chagiga 14b) auf sie anspielt, ist es genauso hilfreich, die Kabbala in das alltägliche Torastudium zu integrieren, wie es hilfreich ist, die Quantentheorie im Physikunterricht von Achtklässlern durchzunehmen.

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