Wissenschaftsstreit: Veganer und Fleischesser im Duell


Bild: Flickr/Kim Scarborough (CC-BY-SA 2.0)
Bild: Flickr/Kim Scarborough (CC-BY-SA 2.0)

Eine Studie der Uni Graz macht gerade Furore: Die Forscher behaupten, eine vegetarische Kost sei mit einer schlechteren Lebensqualität und einer höheren Krankheitsrate verbunden. Empört sind vor allem Veganer, die vom Gegenteil überzeugt sind. Wer hat recht?

Deutschlandradio Kultur – Udo Pollmer

Eine Studie der Universität Graz erhitzt die Gemüter. Sie stellt einen zentralen Glaubenssatz des Vegetarismus infrage: „Unsere Ergebnisse zeigen“, schreiben die Autorinnen, „dass eine vegetarische Kost mit schlechterer Gesundheit (mehr Krebs, Allergien und psychischen Störungen) verbunden ist, … und einer geringeren Lebensqualität.“ Doch welche Qualität hat die Studie selbst?

Bei der Klärung hilft ein Umstand, der einen braven Hörer verwirren könnte: In der Gesundheitsszene breitet sich nämlich die Unsitte aus, eine Studie gleich zweimal zu veröffentlichen – aber mit entgegengesetztem Ergebnis. Das ist hier auch der Fall. Das beinahe gleiche Autorenteam hat zeitgleich aus dem gleichen Rohdatenfundus eine zweite Studie generiert. Diesmal schneiden die Vegetarier besser ab: „Personen, die moderat Fleisch essen, haben eine schlechtere subjektive Gesundheit, leiden an mehr chronischen Krankheiten … und haben eine geringere Lebensqualität.“

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4 Comments

  1. Veganer fühlen sich wieder einmal verhohnippelt; zu Unrecht.
    Die radikalen, die reichlich Zulaiuf findenden Veganisten unter ihnen, verabschieden sich zur Zeit mit Siebenmeilenstiefeln aus der Wirklichkeit; sie vertreten zunehmend eine Weltanschauung, die die Geschichte, die Evolution, die Kultur und die Geographie selektiv nur mehr da wahrnimmt, wo sie der kultisch-sektiererischen Veganisten-Ideologie dienlich ist, die sie dann als aggressiv und voller Scheuklappen den Institutionen.
    Mit Ernährungsumstellung die Welt retten – es gab schon irrwitzigere Utopien…

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  2. Veganer können heute viel mit Sojaprodukten, Nüssen, Ölen und Saaten erreichen….man kann aber auch Fisch und Molkereiprodukte anstatt Fleisch essen, allerdings auch nur massvoll, wegen der Massentierproduktion und der Pestizidrückstände im Futter und in der Umwelt und den Risiken der Antibiotika Mast. 😉

    Der Virologe und Nobelpreisträger Zur Hausen warnt vor rotem virenbelastetem Rindfleisch, wenn das Innere nicht mit mindestens 80 Grad sterilisiert wurde, eine solide Strategie, die schon Louis Pasteur im 19. Jahrhundert entwickelt hatte.. 😉

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  3. Unsere Vorfahren hatten vor vielen Tausend Jahren je nach Zeit und Umwelt einen Tagesbedarf von 8.000 bis 15.000 kcal, das kann niemand mit Blattgemüse und Beeren schaffen. Selbst die großen Braunbären in Alaska würden ohne eine Fressorgie mit bis zu 60 Lachsen am Tag den kalten Winterschlaf nicht überleben.

    Wer also meint nur mit Karotten und Grünkohl einige wirklich kalte Winter zu überleben, der sollte an nach Unavut zu den Ex-Eskimos im Nordosten Kanadas ziehen. Dielehren ihm schnell, wie man ohne Robben- und Walspeck den Winter nicht überlebt. Selbst ein Iglu mit Eingang nach Osten zu Windseite ist tödlich, man erfiert in der ersten Nacht und verzichtet fortan auf jeden Salat

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    1. „Wer also meint nur mit Karotten und Grünkohl einige wirklich kalte Winter zu überleben …“
      Du hast recht, das geht nicht! Deshalb gibt es Veganer auch nur im Sommer. Noch einige Fragen:
      Diese Ex-Eskimos, welche Nahrungsmittel haben die sonst noch zur Auswahl?
      Warum sollte sich ein Mitteleuropäer in Ernährungsfragen an Ex-Eskimos wenden?
      Essen Veganer wirklich nur Karotten und Grünkohl? *kopfschüttel*
      Sorry, selbst mir als Nicht-Veganer ist dein Kommentar zu dumm (hat auch nichts mit dem verlinkten Artikel zu tun, oder?).

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