S. Wagenknechts Religions-Pragmatismus


Sahra Wagenknecht, Bild: bb
Sahra Wagenknecht, Bild: bb
Bundestagsabgeordnete würdigt in Beitrag für „Zeit“-Beilage Apostolisches Schreiben „Evangelii gaudium“ von Papst Franziskus

kathweb

Sahra Wagenknecht (44), Politikerin der deutschen Linken, hält den Glauben für einen einflussreichen Faktor auch wenn sie selbst nicht religiös ist. „Religion nützt der Gesellschaft, wenn sie zum Widerstand ermutigt und die Mächtigen in Wirtschaft und Politik nicht verschont“, schrieb die Bundestagsabgeordnete in einem Gastkommentar für die „Zeit“-Beilage „Christ & Welt“ (Donnerstag). „Dann kann Glaube Berge versetzen.“

Die Kirche könne ein „Ort der Begegnung und der Anklage gegen die Macht des großen Geldes“ sein, führte Wagenknecht aus. „In Zeiten, wo Menschen durch die Gewalt des herrschenden Wirtschaftssystems, durch die Zerstörung guter und sinnstiftender Arbeit vereinzeln und Gemeinschaft oftmals nur noch über Facebook simuliert wird, kann auch eine Sonntagsmesse aufrütteln.“

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2 Comments

  1. Die „Linke“ist offensichtlich zur Europawahl in der Bundesrepublik angekommen, denn sie akzeptiert nun die wahren Machtverhältnisse in unserer Republik, die immer noch auf einer Kumpanei zwischen den Kirchen und dem Staat beruht, wie sie 1933 beispielhaft im ‚Reichskonkordat“ zwischen Adolf Hitler und dem Vatikan festgelegt wurde. Und das Bundesverfassungsgericht hatte damals nichts eiligeres zu tun, als auch unsere Republik an die Kette dieses anrüchigen Paktes von 1933 zu legen. 😉

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  2. Die diesbezüglich schon fast als naiv zu bezeichnende Edelkommunistin weiss scheinbar nicht die Zusammenhänge, wie und wo das „große Geld“ und die Macht wirklich zuhause sind. Nach ihren hier dargestellten, verschrobenen Ansichten, müssten sich die Kirchen ja letztlich selbst anklagen.
    Gibt ihr denn der Super-Oskar nur im ausserpolitischen, waagrechten Lebensbereich Nachhilfestunden ?
    Wenn Frau Wagenfontaine allerdings erkannt haben sollte, dass in der politischen Welt, dank der Dummheit des Wählervolkes, nichts ohne die Kirchen geht und sie dieses auf raffinierte Art und Weise für ihren Verein zu nutzen versucht, so wäre das natürlich ein politisch-kluger, wenn auch, aus humanitärer Sicht gesehen wenig ethischer, Schachzug.

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