Tierische Mitbewohner: Kopfläuse, Ratten, Flöhe, Zecken und Bettwanzen


Kopflaus, © Gilles San Martin / CC-by-SA-2.0 CC BY-SA
Wir bieten vielen Tieren ein lebensfreundliches Umfeld. Einige schaden uns ziemlich, doch nicht alles über diese Schmarotzer ist wahr. Wir stellen Ihnen zehn der größten Irrtümer über diese Kreaturen vor.

Von Daniel LingenhöhlSpektrum.de

Kopfläuse verbreiten sich über Mützen

Alle Jahre wieder schrecken Zettel mit „Läusealarm“ an den Eingangstüren von Schulen und Kindergärten die Eltern auf: Wie ein Lauffeuer verbreiten sich die sechsbeinigen Krabbelbiester unter den lieben Kleinen. Läusekämme und Spezialshampoos werden gekauft, Kuscheltiere, Bettbezüge und Kleidung chemisch behandelt oder zumindest in die Waschmaschine gepackt. Dabei ist die Reinigung von Teddys, Mützen und Co eigentlich nicht nötig. Denn entgegen einer beliebten Annahme verbreiten sich Kopfläuse nicht über Gegenstände, sondern praktisch ausschließlich über direkten Kopfkontakt. Das belegen mehrere Studien unter anderem aus Polen und Australien, bei denen die Forscher während verschiedener Lausplagen zwar jeweils Tausende der Tiere von den Kinderköpfen sammelten, aber keine in Mützen, auf Plüschtieren oder gar Stühlen und Tischen. Selbst über Kopfkissen krabbelten nur in seltenen Ausnahmefällen einzelne Exemplare. Ohnehin sind die Kopfläuse eher harmlose, leicht zu bekämpfende Plagegeister – verglichen mit der Kleiderlaus, die in früheren Zeiten Millionen Menschen das Leben gekostet hat.

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