Ernährungsstudien: Mediale Luftnummern


Zwiebeln, Bild: wikimedia.org
Welche Ernährung welchen Krankheiten vorbeugen, darüber gibt es viele Studien. Doch meist halten diese Untersuchungen nicht, was die Medienberichte versprechen. Bei näherer Betrachtung erweisen sich die vollmundigen Versprechungen als Luftnummern.

Von Ulrike GebhardtSpektrum.de

Ernährungsthemen stehen hoch im Kurs. Wer im Wartezimmer ein paar Zeitschriften durchblättert, wird sich kaum retten können vor Tipps. Mit der richtigen Kost, so der Tenor, schlägt das Herz kräftiger, die Haut wird straffer, die Haare fülliger und die Immunabwehr schlagkräftiger. Meist gibt es hierbei jedoch ein kleines Problem: Die präsentierten Neuigkeiten sind aus dem Zusammenhang gerissene Einzelergebnisse. „Die Medien wollen immer gern fundamentale Aussagen machen und stellen Einzelergebnisse groß heraus“, bemängelt Katja Schneider von der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Ernährungswissenschaftlerin und ihre Kollegen verfolgen einen komplett anderen Ansatz. Sie versuchen mit Hilfe der Ernährungsökologie dem vielschichtigen Thema gerecht zu werden (Interview siehe unten).

Doch was sind das eigentlich für Einzelstudien, die hinter den Schlagzeilen stehen, und welche Aussagekraft haben sie? Drei Beispiele zeigen die Kluft zwischen Forschungsergebnis und Berichterstattung.

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