Modernes Marketing: Kirche lockt mit Hochzeitsprämie und Opa-Kurs


Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, das gilt auch für die Kirche. Quelle: Fotomontage Barbara Adank
Die Reformierte Landkirche kämpft mit neuen Methoden, um Mitglieder bei der Stange zu halten. Im Fokus hat sie dabei die grosse Zahl der passiven Mitglieder. Denn bei diesen ist die Gefahr am grössten, dass sie der Kirche dereinst den Rücken kehren.

Von Urs MoserAARGAUER ZEITUNG

Wenn sich ein Paar von einem reformierten Pfarrer trauen lässt, bekommt es im Aargau dafür neuerdings eine Prämie. Die Kirche spendiert einen Gutschein im Wert von 200 Franken.

Einzulösen nicht in einem beliebigen Restaurant oder Warenhaus. Man kann dafür von einem der mannigfaltigen Angebote profitieren, welche die Kirche selbst im Programm hat, um eine Beziehung in Schwung zu halten: ein Kommunikationstraining zum Beispiel.

Die Idee ist ein Beispiel, wie die Kirchen mit neuen Methoden versuchen, die Verbindung zu ihren Mitgliedern zu stärken. Sie kämpfen seit langem mit Mitgliederschwund.

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1 Comment

  1. In der BRD sind 39% der Bürger konfessionslos, 28% sind Evangelen bei 1,2% Austritten/Jahr, 29% Katholen bei 0,8% Austritten. Nur 18% der Gläubigen besuchen ihre Kirche einmal im Monat, 66% haben noch nie eine betreten und 16% glauben nicht an göttliche Zombies. Etwa 38% oder 23 Mill. sind „Weihnachtschristen“, sie zahlen Kirchensteuer und ignorieren Gottes Humbug in der Predigt. Nur 9% (2,7% total) der Katholen glauben an die 245 RKK Dogmen, 6% (1,7%) bei den Evangelen. Etwa 5,5% der BRD Bürger leben in freier Gemeinschaft oder allein erziehend, 20% in einer Ehe. Nur 3 von 8 Ehen sind kirchlich getraut. Die Ehen werden zu 55% innerhalb 5 Jahren geschieden, etwa 1/3 aller Geburten sind von alleinstehenden Müttern.

    Dazu kommt die Forderung der Bistümer, das Ehewillige vorher einen Nachhilfekurs in „religiöser Dogmatik“ zu absolvieren haben, um den tieferen Sinn der heiligen Sakramente des allerliebste Jsulein zu verstehen. Kein wunder wenn Priester rumlaufen und 500 € für eine kirchliche Trauung bieten, sie wollen das zumindest 1 Mal in 40 Berufsjahren erleben

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