Impfgegner bietet 100.000 Euro für den Beweis, dass es Masernviren gibt


Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain - USGov)
Bild: Centers for Disease Control/Barbara Rice (Public Domain – USGov)

Der umstrittene Biologe Stefan Lanka leugnet die Existenz des Masernvirus – Widerspruch gibt es in seiner Heimatgemeinde fast nur hinter vorgehaltener Hand

Schwäbische – Hagen Schönherr

Die Kaffeetassen sind am verregneten Dienstagmorgen an einem Tisch in der mondän sanierten Bäckerei in der Langenargener Klosterstraße schon leer. Der Gesprächsstoff geht noch lange nicht aus. „Der ist total gegen Impfungen. Der kämpft fürs Nichtimpfen“, erklärt Elisabeth Salzbrunn gerade ihrer guten Freundin Brigitte May. Es geht um die „Causa Lanka“, die Aufregung um einen umstrittenen Biologen aus Langenargen, der am Donnerstag vor dem Landgericht Ravensburg womöglich 100000 Euro wegen einer höchst absurden Wette berappen muss. Brigitte May hört interessiert zu. Das Gespräch dauert bereits einige Minuten, da stellt Salzbrunn klar: „Ich finde ihn nicht zwielichtig.“ Die Freundin reißt verdutzt die Augen auf.

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4 Comments

  1. was ihr einen vollidioten nennt,ist ein sehr der warheit verpflichteter mensch,der aus gewissensgründen auf eine kariere verzichtet..wer sich nicht informiert sollte nicht mitreden. lest erst mal buchwald, delarue,coulter,oder vira scheibner,dann meldet euch wieder. h.r.

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  2. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/masern-streit-um-existenz-des-virus-vor-gericht-a-963772.html

    Ein kurioser Streit beschäftigt seit Donnerstag die Justiz. Es geht um eine Frage: Gibt es Masernviren wirklich? Das Landgericht Ravensburg soll klären, ob der Mediziner David Bardens aus dem saarländischen Homburg Anspruch auf 100.000 Euro hat, weil er die Existenz von Masernviren nachgewiesen hat. Der Biologe Stefan Lanka vom Bodensee hatte die Prämie im November 2011 demjenigen ausgelobt, der die Existenz der Viren beweisen kann (mehr über diese Posse lesen Sie im aktuellen SPIEGEL). Weil Lanka aber die Idee von krankmachenden Viren generell in Frage stellt, hat er bis heute kein Geld überwiesen. Bardens klagte dagegen.

    Kläger und Beklagter hatten die Aufmerksamkeit der Medien vor der Verhandlung sichtlich genossen. Zahlreiche Pressevertreter waren in das beschauliche Städtchen Ravensburg unweit des Bodensees gekommen, um die ungewöhnliche Verhandlung zu beobachten. Schon anderthalb Stunden vor Verhandlungsbeginn gaben die Protagonisten bereitwillig Interviews und schilderten ihre Sicht der Dinge.

    Seit den sechziger Jahren wird in vielen Ländern gegen die per Elektronenmikroskop deutlich erkennbaren Viren geimpft, was die Erkrankungszahlen stark zurückdrängen konnte. Vor der Verhandlung gab sich der Biologe dennoch siegessicher: „Ich bin mir als Virologe sicher, dass ich den Prozess gewinnen werde.“

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  3. @emporda: Es kommt IMO nicht darauf an, ob er den Beweis anerkennt, sondern nur, ob die letzte gerichtliche Instanz a) die absurde (Ist das nicht viel zu harmlos formuliert?) Wette (Ist es nicht vielmehr eine Offerte?) als eine rechtsverbindliche Offerte und b) den Nachweis des Virus durch den Kläger anerkennt. Dann wird Lanka (endlich) zahlen müssen.

    Schön wäre es insbesondere, wenn das letztinstanzliche Gericht darüber hinaus feststellte, dass nicht nur der erste sondern jeder, der den Virus-Existenznachweis führt, bevor die Offerte zurückgezogen wird, berechtigt wäre, ebenfalls 100.000 Euro zu beanspruchen. Da würde ich mir zur Feier einen extra-guten Tropfen gönnen! 🙂

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  4. Es wird schwer werden dem Volldioten einen Virus vorzuführen mit Namensschild um den Hals ergänzt durch eine Stuermarke des Ordnungsamtes.

    Auch das wird nicht anerkennen, nur wenn persönliches Leid im Spiel ist .
    Die Texanische Sekte des Kenneth Copeland predigt aggressiv gegen jede Vorsorge durch Impfen als satanische Sünde, bis seine ungeimpften Kinder alle die Masern bekommen. Überraschend ist Impfen nun keine göttliche Sünde mehr.

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