Schleswig-Holstein: Tiefbraune Talare und priesterliche Spitzel


1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen. Themenbild: fundamentalismus debatte .de
1933, Bischof Friedrich Coch, Vereinsgeistlicher d. Inneren Mission, Luth. Kirche Sachsen. Themenbild: fundamentalismus debatte .de
Die evangelische Kirche im Norden will ihre NS-Vergangenheit aufarbeiten und beauftragte dazu einen Wissenschaftler. Dessen Recherchen ergaben ein verheerendes Bild.

Von Dieter HanischND

Ein Buch über den Umgang der Evangelischen Kirche im Norden mit der nationalsozialistischen Vergangenheit schlägt derzeit in Schleswig-Holstein hohe Wellen. Im Zuge seiner Recherchen für das rund 350-seitige Werk ist der Autor Stephan Linck zudem auf eine enge Zusammenarbeit zwischen hohen Kirchenfunktionären und dem Verfassungsschutz gestoßen.

Bei seinen Forschungen über die Geschichte der Landeskirchen in Nordelbien in der Zeit zwischen 1945 bis 1965 befasste sich Linck mit der Frage, inwieweit in das NS-Regime eingebundene Kirchenleute auch nach 1945 in der Kirche aktiv waren. Der Kieler Historiker spürte diverse Beispiele für fortwährenden Antisemitismus, personelle Verstrickungen mit dem Ungeist des Dritten Reiches und Spitzeldienste auf. Überwachung, Misstrauen, politische Vorgaben sowie Vorurteile gehörten demnach während des Kalten Krieges zum Innenleben des Kirchenapparates.

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2 Comments

  1. Wen überrascht das, mich nicht. ?
    Es ist der Geist des paranoiden Martin Luther, der durch die Kirchen weht und von infantilen Dumpfbacken wie Frau Käsmann mit besoffenem Trallala-Halelujah bejubelt wird. Die treuen Hitler-Gefolgsleute haben sich 1945, nachdem sich ihr brauner Messias feige verabschiedet hat, nicht in Luft aufgelöst, sondern haben heimlich den raunen Sumpf weiter gerührt, die tumben Einfaltspinsel der Konkordatskirche haben ihnen dafür fürstliche Gehälter bezahlt. Die Ansicht der EKD eine Erklärung aus 5 Sätzen würde ihre Mitschuld an Millionen Toten tilgen, die ist typisch christlich. Danach 3 Mal ein Vaterunser und alles wieder auf Anfang
    Martin Luthers Hetze gegen Andersgläubige ist pathologischer Wahn und dient Jahrhunderte später als Vorlage zur Reichskristallnacht: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Im Dritten Reich gibt es 95,2% Christen, 62,7% evangelische und 32,5% katholische. Folglich sind alle Mörder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen „liebe gute“ Christen. Bei 10% NSDAP-Mitgliedern sind Priester/Pfarrer und Lehrer zu 50% treue Parteigenossen. Die haben nach dem Untergang ihres braunen Messias nicht in Luft aufgelöst – einmal brauner Faschist, immer Faschist

    Der evangelische Landesbischof und Parteigenosse August Marahrens gelobt 1936 Hitler ewige Treue, auch noch 1944 nach dem Hitler Attentat: „Wir wiederholen es […], dass wir unzählige Male seit dem Anbruch unseres nationalsozialistischen Staates öffentlich und feierlich erklärt haben: daß wir in Opferbereitschaft und Treue für diesen Staat einzutreten bereit sind. Es ist also bis auf diese Stunde die Verdächtigung politischer Unzuverlässigkeit unbegründet und, von wo aus sie auch versucht werden sollte, nachdrücklich und feierlich abzuweisen.“

    Karl Todt als Direktor der evangelischen Heilerziehungs- und Pflegeanstalt und andere Diakonie-Leiter feiern das NAZI-Gesetz von 1933 zur Verhütung erbkranken Nachwuchses: „Wie freudig begrüßten wir die rassenpflegerischen Maßnahmen unseres Führers, die der Auftakt sind, die Übel von der Wurzel an zu bekämpfen. So stehen wir zum Dienste bereit, Handlanger zu sein am Bau des Reiches Gottes und am Bau des neuen, des Dritten Reiches“. Es wurden Zehntausende in kirchlichen Einrichtungen gefangen gehalten und täglich Hunderte ins Gas geschickt, oder in christlicher Nächstenliebe hinüber begleitet, wie die EKD so etwas definiert

    Der EKD-Präses Wilhelm Mensing-Braun bescheinigt 1960 dem Parteigenossen Adolf Eichmann eine „grundanständige Gesinnung, ein gütiges Herz, große Hilfsbereitschaft, er wäre für ihn nicht vorstellbar, dass Eichmann je zu Grausamkeit oder verbrecherischen Handlungen fähig gewesen wäre“.

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  2. Die Mitglieder dieser Sippschaft waren sozusagen die geistigen Ahnen einer Frau Käßmann oder der Herren Schneider und Huber et al. !
    Diese hört man heute natürlich sagen: Aber, um Himmels Willen, inzwischen ist ja alles (gemeint ist die Volksveräppelung) gaaanz anders. (Stimmt, nämlich politisch-zeitangepasst und auf der pseudointellekuellen Gutmenschschiene, noch raffinierter dargeboten.) 😉

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