Tanzverbot: Es geht ums Prinzip


Mini-Demo: Piraten gegen das Tanzverbot. Foto: Monika Müller
Kaum jemand kommt am Karfreitag zur Demonstration gegen das Tanzverbot. Offenbar sehen viele Frankfurter keine Notwendigkeit mehr im Protest gegen die kirchlich motivierte Einschränkung.

Von Alicia LindhoffFrankfurter Rundschau

Um 14 Uhr war die Demonstration gegen das Tanzverbot angekündigt. Um 14.10 Uhr stehen am Karfreitag noch immer nur zehn Menschen neben dem weißen Brunnen in der Mitte der Zeil, der als Treffpunkt dienen sollte.

Alle zehn gehören zum Umfeld der Frankfurter Piratenpartei, die zum Protestzug aufgerufen hatte. Überrascht sind sie über die – freundlich ausgedrückt – geringe Resonanz nicht. Zum einen sei die Organisation nicht gut gelaufen und die Ankündigung erst einen Tag vor der geplanten Demo verschickt worden, sagt Pressesprecher Christian Hufgard.

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2 Comments

  1. @omnibus56: Wenn Menschen tagtäglich von den Politikern belogen und betrogen werden, ist es nicht verwunderlich wenn sie resignieren. Wer glaubt denn in diesem Land noch an Gerechtigkeit? Der Michel verschläft sogar seine Hinrichtung.

    Wenn ein Vegetarier am Karfreitag kein Fleisch isst, kann ich das verstehen, er tut dies ja aus einem bestimmten Grund. Wenn aber, wie so viele meiner Bekannten die ja sogar aus der Kirche ausgetreten sind, nur an diesem einen Tag im Jahr mit den fadenscheinigsten Begründungen auf Fleisch verzichten, dann kann man sich ausmalen, wie tief der Stachel der Furcht sitzt. Wer kein Fleisch isst, hat auch nicht genug Kraft zu tanzen. Es reicht ja nicht mal zum nachdenken. 😆

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