Deutsche Bischöfe inhuman – Nein zu aktiver Sterbehilfe


Kardinal_Reinhard_MarxIn Osternbotschaften fordern DBK-Vorsitzender Marx und andere eine „Kultur des Lebens“ ein

kathweb

Die katholischen Bischöfe in Deutschland haben in ihren Osterpredigten ihr Nein zu aktiver Sterbehilfe bekräftigt und eine Kultur des Lebens gefordert. Zugleich riefen sie zur Hilfe für Flüchtlinge auf. Die Auferstehung Jesu fordere dazu auf, gegen Unrecht und Leid zu kämpfen.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Münchner Kardinal Reinhard Marx, lehnte eine Lockerung des Sterbehilfeverbots ab. Dies wäre „ein Signal in die falsche Richtung“, sagte er am Sonntag im Deutschlandfunk. „Eine direkte Tötung des Menschen ist nicht möglich.“ Allerdings gestand der Kardinal zu, dass in extremen Einzelfällen neu überlegt werden könne. Dabei sei es etwa eine lange Lehre der Kirche, „schmerzlindernde Mittel auch dann, wenn sie sogar das Sterben befördern, anzuwenden“. Die Begleitung von Schwerstkranken und Sterbenden bezeichnete der Münchner Erzbischof als eine zentrale Aufgabe der Christen heute.

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4 Comments

  1. 1. Bemerkung: Es ist immer wieder verblüffend, wie sich die „Gottesvertreter“ genau auszukennen meinen, was Gott möchte und was nicht. Und das, obwohl sie immer wieder betonen, wie unbegreiflich doch das göttliche Geheimnis in Christus sei.
    Wenn das so ist, dann wäre es doch konsequent, gar nichts über das Wesen Gottes und seiner Gedanken (woher wisst Ihr, dass Gott denkt?) auszusagen. Denn alles, was diese Interpreten antiker Texte vorzuweisen haben, sind nichts als Spekulationen.

    2. Bemerkung: Wie kommen erwachsene Menschen bloß dazu, sich von vermeintlichen Stellvertreten Gottes vorschreiben zu lassen, was Ethik und Moral zu sein haben und wie sie sich bei heiklen ethischen Problemen zu verhalten haben? Aber hier gilt wohl das „Jesuswort“: „Wenn ihr nicht werdet, wie kleine Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen.“ (Mat. 18,3)

    3. Bemerkung: Ich habe genug davon, dass in deutschen Ethikräten Theologen als vermeintliche Experten in Sachen Ethik sitzen. In ethisch schwierigen Fragen bin allein ich selbst Experte in eigener Sache, niemand sonst. Mein oberster Moralgeber bin ich ganz allein. Darüber gibt es keinen. Wenn sogenannte Moralapostel von Gottes Gnaden ihre moralischen Weisheiten verkünden, so betrachte ich dies als ihre Meinungsäußerungen, nichts weiter. Die dürfen sie haben und auch laut sagen, aber das muss ja nicht meine Meinung sein – ist es meist auch nicht. Jedenfalls kann ich ihnen nicht gestatten, darüber zu befinden, was ich ethisch zu denken, zu sagen oder zu entscheiden habe, oder was mir Ärzte oder Freunde an Hilfe und Unterstützung zukommen lassen dürfen.

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  2. @rhenus, eine Frage zum richtigen Glauben

    Ich darf 7 Tage mit keiner Frau lang in Kontakt treten, wenn sie ihre Menstruation hat (3.Mose 15:19). Wie informiere ich mich christlich korrekt, die Frauen tragen nicht wie früher eine Sühnetaube mit sich rum?

    Ich habe meine Nachbarin im Supermarkt getroffen, wollte kein Risiko eingehen und habe ich ihr laut zugerufen „Hallo Frau Meier, haben sie gerade ihre Tage“. Seitdem ignoriert sie mich total, ist etwas falsch an Gottes Gebot, muss die Frau wegen Missachtung einer Christenpflicht gesteinigt werden?

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  3. Ja, ja eine für die vatikanische JunggesellenClique so heilbringende „Leid“kultur wurde nicht nur vom Vatikanischen Shootingstar Reinhard Marx zum diesjährigen Hasenfest gepredigt, sondern auch schon vom verblichenen Polen Johannes Paul II im Jahr 1984 zelebriert, der in seinem apostolischem Schreiben „Salvivici Dolores“ sadistisch „das noch fehlende Leid Christi, durch das fortlaufende Leid der Menschen einfordert“. 😉 😉 Immerhin haben diese Junggesellen von den Unpässlichkeiten der Frauen eben nur aus der Bibel gehört. „Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebären; und dein Verlangen soll nach deinem Manne sein, und er soll dein Herr sein.“ Hallelujah… 😉

    In historischen Grossversuchen zu menschlichem Leid bei christlicher ZwangsBekehrung, bei Kreuzzügen nach Palästina oder gegen Ketzer und Naturvölker innerhalb Europas, durch „Heilige“ Inquisition, die bekehrende Conquista, bei hunderten von Religionskriegen und mithilfe der bis zur Französischen Revolution üblichen Kirchensklaven, wurde offensichtlich im Klerus ein perverser Spass an menschlichem Leid kultiviert. 😉 😉 Und eine so erprobte Errungenschaft, gibt man auch nicht leichtfertig für solche ModeErscheinungen wie Menschen-, Frauen- und Kinderrechte auf. 😉 😉

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