Theologe kritisiert „Heiligkeitsschwemme“


Pius X. Heiligsprechung 1954
Rainer Kampling spricht von einer Heiligkeitsschwemme in den vergangenen hundert Jahren.

Deutschlandradio Kultur

Der katholische Berliner Theologe sagte im „Deutschlandradio Kultur“, es sei fraglich, ob es der Kirche guttue, ein ganzes Heer von heiligen Päpsten zu haben. Am kommenden Wochenende werden Papst Johannes Paul der Zweite und Papst Johannes der 23. heiliggesprochen. Beide seien große Menschen gewesen, denen man nacheifern könne, dennoch sei es nicht notwendig, jeden Papst heilig zu sprechen, sagte Kampling. Das Verfahren der Heiligsprechung bezeichnete der Theologe als logistische Leistung. Vor allem bei sogenannten „aktuellen Heiligen“ wie Johannes Paul dem Zweiten müssten zahlreiche Zeitzeugen gehört werden.

Daneben würden alle Schriften gesichtet und ausgewertet.