Lombardi: Entscheidungen von Heiligen sind nicht immer perfekt


Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Foto: Jan Egesborg/Surrend Johannes Paul II. und die Sexualmoral der katholischen Kirche stehen hier in der Kritik. Das Werk ist eine Auftragsarbeit für das Karikatur-Museum in Kassel
Vatikansprecher äußerte sich u.a. zur Frage nach Wissensstand von Johannes Paul II. über Missbrauchsskandale

kath.net

Die Frage nach dem Wissensstand von Papst Johannes Paul II. über die Missbrauchsskandale des Gründers der Legionäre Christi, Marcial Maciel Degollado, den der Papst sehr gefördert hatte, war am Dienstag eines der Themen, zu denen sich Vatikansprecher P. Federico Lombardi auf Journalistenfragen hin äußerte. Viele der Opfer Maciels beschuldigen einen inneren Kreis rund um Johannes Paul II., eine Aufklärung der Causa blockiert zu haben.

Bei der Pressekonferenz zur Doppelheiligsprechung sagte Lombardi auf die Frage, wie denn überhaupt die Bilanz des Pontifikats polnischen Papstes bei der Missbrauchsaufarbeitung zu bewerten sei, diese Frage gehe am Punkt vorbei. Heiligkeit sei nicht die Auswertung einer Bilanz über ein Pontifikat und auch nicht ein Urteil über die Vollkommenheit eines persönlichen Lebens. Johannes Paul II. (1978-2005) wird am kommenden Sonntag gemeinsam mit Papst Johannes XXIII. (1958-1963) in Rom heiliggesprochen.

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