„Ein religiöser Exklusivanspruch ist peinlich“


Dr. Milad Karimi, Prof. Dr. Susanne Talabardon und Dr. Eva Maria Hinterhuber (v.l.) – Exzellenzcluster „Religion und Politik“, Hanno Schiffer
Der Islam bricht aus Sicht des Münsteraner islamischen Religionsphilosophen Dr. Milad Karimi ohne Austausch mit Judentum und Christentum in seiner Identität auseinander. „Der Islam begreift sich nicht als absolute Religion mit exklusiver Wahrheit.

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Vielmehr erringt er seine Identität erst aus der Auseinandersetzung mit den anderen Religionen“, sagte er am Dienstagabend in einer Diskussion zum interreligiösen Dialog in Münster. Im Koran stehe zur Suche aller nach der Wahrheit: „Wetteifert um die guten Dinge!“ (5,48). Die Bamberger Judaistin Prof. Dr. Susanne Talabardon erklärte, auch das Judentum erhebe keinen Anspruch auf universale Gültigkeit und engagiere sich nach Kräften im interreligiösen Dialog. Für religiöse Minderheiten sei wichtig, dass sich die Dialogpartner für die gesellschaftlichen Interessen der je anderen einsetzten; in der Beschneidungsdebatte sei das durch den Einsatz der Kirchen für Juden und Muslime gelungen.

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