Ernährungsexperte: „Vegetarier meinen, sie seien etwas Besseres“


Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)

Udo Pollmer ist Deutschlands umstrittenster Ernährungsexperte. Der Lebensmittelchemiker hat grosse Zweifel am Sinn einer fleischlosen Ernährung. Das bringt ihm viel Ärger ein.

20 Minuten – C. Landolt

Herr Pollmer, warum sind Vegetarier des Teufels?
Udo Pollmer:
In Deutschland sind 0,3 Prozent der Bevölkerung Vegetarier. Aber die machen einen Radau wie ein Froschtümpel zur Paarungszeit.

Sie rügen diese Ernährungsform? Immerhin behaupten Vegetarier, sich besonders gesund zu ernähren.
Gesund ist eine Ersatzformulierung für «heilig». Essen macht satt und manchmal auch glücklich, aber nicht gesund, verantwortungsvoll oder schlau. Was im Diskurs noch fehlt, ist das Argument einer Wunderheilung durch vegane Ernährung. Aber das kommt bestimmt noch.

weiterlesen

5 Comments

  1. @Rolo
    Ich hatte in Saudi Arabien etwa 450 Gastarbeiter aus Pakistan. Beim dortigen Klima im Sommer mit 50°C und 15% relative Feuchte sind die Arbeiter im Fastenmonat einfach umgekippt. Wenn bei zu wenig gehaltvoller Nahrung der Blutzucker unter einen gewissen Wert sinkt, schaltet der Kreilauf zum Überleben einfach auf Sparflamme. Das geschieht auch bei Vegetariern hier, nur haben die dann einen gesunden Büroschlaf, oft gar auf dem WC

    Als der Mullah mit Billigung des Bauherrn (Ministerium) Lohnfortzahlung für täglich 5 Gebetzeiten von jeweils 30 Minuten plus freier Transport zum Gebetsort forderte (4 Stunden bezahlter Arbeitsausfall), haben wir die Notbremse gezogen. Binnen 1 Tages wurden alle Musels gefeuert und innerhalb von 3 Tagen hatten wir 450 Thais auf der Baustelle. Die wollten wirklich arbeiten und nicht nur bezahlt beten

    Gefällt mir

  2. Wenn sich unsere frühen Vorfahren nur pflanzlich ernährt hätten, würden die heutigen Vegetarier ihre Mahlzeiten immer noch auf Bäumen einnehmen. 🙂

    Gefällt mir

  3. Nehmen wir als Beispiel den Elefanten, einen reinen Vegetrarier. Bei einem Gewicht von 3,5 bis 5,5 Tonnen braucht er täglich 150 – 250 kg Nahrung, von der 45% ungenutzt wieder ausgeschieden werden. In der Wildbahn muss einen Elefant täglich 16 – 18 Stunden fressen nur um satt zu werden.

    Kopfsalat hat 110 Kcal/kg, ein schwer arbeitender Vegetarier muss täglich über 30 kg Salat fressen nur um satt zu werden. Allerdings hätte er mit 30 kg im Magen eine derart dicke Wampe, er würde durch keine Tür passen. Sein hinterer Faulgasausstoß würde als Antrieb für etwa 50 km/h reichen.

    Vegetarier sein kann auch praktischen Wert haben

    Gefällt mir

  4. Ich bin auch kein Ernährungsexperte und sehe keinen Sinn in vegetarischer Ernährung. Wir Menschen haben einen Darm und Magensäfte, die seit Millionen Jahren für eine Mischernährung optimiert sind. Ohne Fleisch und Feuer würden wir heute noch mit Gehirnen unter 700 Gram durch die Büsche streifen, selbst im Leerlauf braucht unser Gehirn von 1400 Gram etwa 60% der Energie von der Verdauung erzeugt

    Heutige Schwerstarbeiter ebenso wie die Jäger und Sammler würden beim Bedarf mehr als 3500 Kcal/Tag eine vegetarisch Ernährung nicht gesund überstehen. Leidiglich Bürofuzzies in warmen und teilweise klimatisierten Räumen können sich solche Spinnereien ausdenken und leisten

    Gefällt mir

  5. Als Gastronom kann ich diesen Eindruck durchaus bestätigen.

    Menschen tun alles mögliche, um sich gut zu fühlen, der eine kauft sich ein schickes Auto, fühlt sich dann wie „King of the Road“, der andere ist tiefgläubig und blickt mitleidig auf die Ungläubigen, der nächste ist Vegetarier und bildet sich ein, damit den Planeten zu retten.

    Aber es gibt auch un-ideologische Vegetarier, und es ist eine Freude, für die zu kochen.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.