Die Große Sauerstoffkatastrophe


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Eine Welt ohne Sauerstoff ist für uns heute undenkbar. Doch in den Kindertagen unseres Planeten musste erst eine Katastrophe passieren, damit komplexe Lebewesen das Atmen erfinden konnten.

Von Claudia GeorgiDIE WELT

Wenn Donald Canfield sich an seinen Steinen aus der Urzeit zu schaffen macht, dann sucht er eigentlich nach einem ganz anderen Stoff: nach Sauerstoff, dem Molekül des Lebens. Doch dazu misst er nicht etwa die Konzentrationen des Stoffes in der Luft, sondern untersucht uralte Gesteine. Sedimente, die mehr als dreieinhalb Milliarden Jahre alt sind, faszinieren ihn besonders. Denn mithilfe dieser Steine könnte das Rätsel gelöst werden, wann Sauerstoff auf die Erde gekommen ist – und wie das überhaupt geschehen konnte.

Der Geobiologe beschäftigt sich seit fast dreißig Jahren mit dem Element, das vor allem in seiner molekularen Form O2 die Erde zu dem macht, was sie heute ist. Die Luft, die wir atmen, hat durchschnittlich 21 Prozent Sauerstoff. Komplexe Lebewesen brauchen viel davon. Nur so gewinnen sie Energie. Doch das Atmen von sauerstoffhaltiger Luft war nicht immer selbstverständlich. Für das frühe Leben auf der Erde bedeutete das Auftauchen des Gases sogar eine echte Katastrophe.

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