Codename HH: Stay-Behind-Geheimagenten im Luxemburger Zeugenstand


Bild: enough14.com
Nachdem im Luxemburger Bombenleger-Prozess etliche Polizisten, Politiker und Geheimdienstchefs die 1980er Jahre Jahre im Großherzogtum Revue passieren ließen, werden diese Woche vor Gericht gestandene Geheimagenten seiner Majestät befragt. Den Auftakt machte am Montag der Jean Kuffer, der für das Luxemburger Stay Behind-Netzwerk „Plan“ auf den selbigen trat. Wie stets tickerte das Luxemburger Tageblatt und Wort aus dem Gerichtssaal.

Von Markus KompaTELEPOLIS

Die NATO-Staaten unterhielten während des Kalten Kriegs sogenannte Stay Behind-Einheiten von paramilitärisch ausgebildeten Zivilisten, die im Kriegsfall einen Widerstand organisieren, Sabotage verüben und von innen Feinde bekämpfen sollten. Bislang hält die NATO alle Unterlagen über Stay Behind unter Verschluss. Im Bommeleeër-Prozess wurde erstmals bekannt, dass die national organisierten Stay Behind-Einheiten auch länderübergreifend gemeinsame Übungen durchführten. Stützpunkt der NATO-Geheimagenten war das pittoreske Schloss Senningen, wo Luxemburg ansonsten Staatsgäste zu empfangen pflegt.

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