Die Arier


Bild: arte, screenshot:bb
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Der Dokumentarfilm ist eine persönliche Reise auf der Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA. Die afrodeutsche Regisseurin Mo Asumang konfrontiert Rassisten mit scheinbar arglosen Fragen. Sie sucht nach den Menschen, die hinter der hasserfüllten rechten Ideologie stehen.

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Alle 30 Minuten findet in Deutschland eine rechtsextreme Straftat statt. So erhielt die afrodeutsche Regisseurin selbst eine Morddrohung von den „White Aryan Rebels“. Die Unterstützer der NSU-Terrorzelle sind Mitherausgeber des Nazi-Magazins „The Aryan Law & Order“. Bei der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe findet man einen Artikel, der die „arische Rasse“ erklärt. Und in den USA werden unzählige Morde durch „Aryan Hate Groups“ verübt.

Die Filmemacherin Mo Asumang findet, es sei an der Zeit, der Sache mit den Ariern auf den Grund zu gehen. In einer persönlichen Reise begibt sie sich auf die Suche nach den Ursprüngen des Arierbegriffs und dessen Missbrauch durch Rassisten in Deutschland und den USA.

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4 Comments

  1. @BerGaLit Ich stöbere gerade in ihrem Blog herum.Finde ich sehr gut.Werde mir die Artikel nach und nach ausführlich durchlesen.Bin gerade beim Artikel Über die allgegenwärtige Homophobie der „rechtgläubigen“ Hardliner.

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  2. Es ist nicht klar, ob es hierbei um Rassismus oder dern Begriff „Arier“ geht
    Belegt ist laut Wiki die Selbstbezeichnung aryā jedoch nur aus dem Iran (Inschrift von König Dareios I. in Naqsch-e Rostam) und Indien (Rigveda). Man stellte sie sich als Nomaden vor, die sich seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. von ihrer Urheimat in den Steppen westlich des Urals in die zentralasiatische Steppe, nördlich des Kaspischen Meeres und des Aralsees, ausbreiteten und sich dabei in einen indischen (Indo-Arier) und einen iranischen (Irano-Arier) Zweig spalteten.

    Augustinus von Hippo (354-430 n.C.) erfindet die christliche Sünden-, Sitten- und Verdammnis-Lehre mit der Erbsünde, Heiligem Geist, gerechten Kriegen und Antisemitismus. Dunkelheit und Böses sind Gegenpole zu Licht und Gutem in Gottes heiliger Natur. Die Zeit als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existiert im elenden Diesseits nicht, nur im Geist auf dem Weg zu Gottes Glorie existiert die Zeit. Sünder braten ewig in der Hölle, die Flammen des Fegefeuers reinigen nicht. Freier Wille existiert nicht, sündhaft ist Sex und die Ehe; Bildung und Wissen sind nutzlose Eitelkeit als Verführung des Satans auf dem Weg in Gottes wunderbares Paradies.

    Die Kennzeichnung von „Ungläubigen“ mit gelben Aufnähern ist 1067 n.C. in Prag und 1097 n.C. in Regensburg Pflicht. Das 4.te Laterankonzil beschliesst 1215 n.C. Juden und „Sarazenen“ müssen in Europa ein besonderes von den Christen abweichendes Gewand tragen, nur um Mischehen zu verhindern. Die konkrete Ausführung obliegt den Landesfürsten. In vielen Ländern und Städten Europas werden diverse Aufnäher für Juden eingeführt. In Portugal soll der Aufnäher ab 1492 n.C. ein sechseckiger Stern sein. Der in deutschsprachigen Städten eingeführte gelbe Ring wird ab 1530 n.C. für alle Juden gefordert und eingeführt. Österreich schafft 1690 n.C., Preußen 1790 n.C. diese Judenkennzeichen wieder ab.

    Der christliche Hexenwahn ist auch eine Form von Rassismus ausgelöst durch Dummheit und Panik
    Papst Innozenz VIII (1432-1492 n.C., Giovanni Battista Cibo) droht in seiner Bulle „Summis desiderantes affectibus“ mit schlimmen Höllenqualen für jene, die der Vernichtung von Hexen entgegentreten. Der Hexenhammer des Dominikaners Heinrich Kramer ist die Grundlage, die Hexenverfolgung befriedigt klerikale Macht-, Sex- und Habgier. In Städten wie Regensburg, Frankfurt, Erfurt und 350 weiteren Gemeinden vertreibt man die Juden. Der Bischof von Bamberg lässt 600 Frauen verbrennen, der Erzbischof von Salzburg 97 Frauen, der Bischof Philipp Adolf von Ehrenberg aus Würzburg 219 Hexen und Zauberer, darunter 18 Schulknaben und kleine Mädchen. Der Erzbischof Johann von Trier verbrennt im 16. Jahrhunderts so viele Hexen, dass in 2 Orten nur noch 2 Frauen übrig bleiben. Ein Mainzer Dechant lässt in 2 Dörfern über 300 Menschen verbrennen um, typisch für den Katholizismus, deren Besitz zu rauben.

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  3. Ich habe gestern die Doku auf Arte gesehen und fand sie sehr gut,sehr empfehlenswert.

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  4. Ein Film, denn ich nur allen wärmstens empfehlen kann.

    Sehr souverän (obwohl ihr gewiss manche Begegnung Angst gemacht haben dürfte) konfrontiert die Autorin in den „Höhlen der Löwen“ die Rassisten mit ihren eigenen Aussagen und „Glaubenssätzen“ oder lässt diese, sofern die sich dazu „herablassen“, mit der Nicht-Arierin überhaupt ein Wort zu wechseln, ihre eigenen Ideen vortragen. Dann stellt sie passende Fragen und das Ergebnis ist stets das gleiche: Rückzug, Drucksereien, Ausflüchte, schwammige Nichtaussagen oder Schweigen.

    Zum Schreien wird es, als sie in der Wohnung eines „Universalgelehrten“ dessen Auskünfte über die interstellare Herkunft des noblen Geschlechts der Arier („Aldebaran“) hervorlockt. – Zum Brüllen komisch!

    Weniger spaßig dagegen die rassistischen Äußerungen eines US-Amerikaners, der darüber schwadroniert, sie sei das Produkt eines „Rasseraubes“ ausgeübt durch ihren Vater…

    Unbedingt sehenswert! Und eigentlich ein Kandidat für den Grimme-Preis.

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