Wird das gefährliche Mers-Virus ansteckender?


Mers-Virus bei der Attacke Noch ist völlig unklar, warum in den letzten Wochen die Zahl der Mers-Infektionen stark gestiegen ist. © NIAID / CC-by-2.0 CC BY
In nur einem Monat sind mehr Infektionen mit dem Coronavirus aufgetreten als in den zwei Jahren zuvor. Deutsche Forscher fahnden im Erregererbgut nach Ursachen.

Von Kai KupferschmidtSpektrum.de

Seit zwei Jahren geht das häufig tödliche mit Sars verwandte Mers-Virus im Nahen Osten um. Bisher gingen Forscher davon aus, dass es zwar für den Einzelnen gefährlich, aber nicht hochansteckend ist, und daher nicht das Zeug hat, eine weltweite Seuche – eine Pandemie – auszulösen. Doch im April hat sich die Zahl der Neuerkrankungen sprunghaft erhöht. 217 Mers-Fälle, davon 38 mit tödlichem Ausgang, sind allein im vergangenen Monat dazugekommen. 424 Infektionsfälle weltweit hat die europäische Seuchenschutzbehörde ECDC bisher seit dem Auftreten des neuen Erregers gezählt, davon 131, in denen die Erkrankung tödlich verlief. Die meisten Menschen stecken sich derzeit in Saudi-Arabien an. Jeden Tag meldet das Land neue Fälle. Mittlerweile wurde auch ein erster Fall aus den USA bekannt.

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