Katholik Thierse: Luther nicht als Nationalheiligen missbrauchen


thierse_zdfEx-Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) warnt vor einer verklärten Sicht auf den Reformator Martin Luther.

evangelisch.de

Zum Reformationsjubiläum 2017 gehöre eine „Entmythologisierung der Person Luthers“ und eine Befreiung von seiner „preußisch-deutschen Indienstnahme als Nationalheiligen“, schreibt Thierse in einem am Dienstag veröffentlichten Beitrag für die Zeitung „Politik & Kultur“ des Deutschen Kulturrats. Notwendig sei eine „kritische Beschäftigung mit den Widersprüchen der Kirchengeschichte“.

Martin Luther (1483-1546) hatte am 31. Oktober 1517 in Wittenberg seine berühmten Ablassthesen veröffentlicht. Dies gilt als Auftakt zur Reformation. Die 500-Jahrfeier 2017 wird von Staat und Kirchen in Deutschland gemeinsam vorbereitet. Thierse rief zu einem internationalen Blick auf die Ereignisse auf. Die Reformation sei „nicht nur Luther“ gewesen, sondern ein vielgestaltiger Prozess mit unterschiedlichen Personen und Erscheinungsformen. Der katholische SPD-Politiker erinnerte an Akteure wie Jan Hus, Johannes Calvin und Ulrich Zwingli.

weiterlesen

2 Comments

  1. @Rolo
    Es geht diesen Typen nicht auf, dass der Unterschied zwischen einem Martin Luther und einem Adolf Schicklgruber nur im Jahrhundert besteht

    Martin Luthers Hetze gegen Ungläubige ist pathologischer Wahn und dient den „guten Christen“ 1938 als Vorlage zur Reichskristallnacht: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen…; Man sollte ihre Synagogen und Schulen mit Feuer anstecken, … unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen seien (…) ihre Häuser desgleichen zerbrechen und zerstören.“

    Hätte Luther die Möglichkeiten gehabt, sein gerechter Krieg gegen die Juden und Andersdenkenden wäre nach dem gleichen Muster verlaufen.
    Martin Luther als moralischer Drecksack definiert typisch christliche Liebe: Tausendfach erprobt: “In solch einem Krieg ist es christlich und ein Werk der Liebe, die Feinde getrost zu würgen, zu rauben, zu brennen und alles zu tun, was schädlich ist, bis man sie überwinde. Ob es wohl nicht so scheint, daß Würgen und Rauben ein Werk der Liebe ist, weshalb ein Einfältiger denkt, es sei kein christliches Werk und zieme nicht einem Christen zu tun: so ist es doch in Wahrheit auch ein Werk der Liebe.”

    In meiner Einschätzung unterscheiden sich Speichellecker wie Thierse kaum von einem Julius Streicher

    Gefällt mir

  2. Der olle Thierse mal wieder! Der kann´s dummschwätzen einfach nicht lassen. Als Katholik sollte er sich besser Gedanken machen, wie man sich überhaupt noch zu einem Verein bekennen kann, dessen Hirten fortwährend ihre unmündigen Schafe missbrauchen. Wenn es diesen, in vielerlei Hinsicht menschenmissbrauchenden Verein nie gegeben hätte, wäre auch kein „Luther“ notwendig geworden. Das der Schuss letztlich religions- und weltgeschichtlich gesehen nach hinten los ging, ist wohl der Allmacht und dem undurchschaubaren Willen, sowie der unendlichen Liebe zu seiner angeblichen Schöpfung (und stets, wenn es im menschlichen Sinne wirklich darauf ankam, versagenden Güte) des, jeweils von beiden Lagern privilegiert vereinnahmten, imaginären Weltenherrschers (dem es allerdings bis heute immer noch nicht gelungen ist Hirn regnen zu lassen), zuzuschreiben.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.