Judith Butler über Todestrieb und Todesstrafe


foto: epa/frankürumpenhorst Judith Butler bei der Verleihung des Theodor W. Adorno-Preises im Jahr 2012
US-amerikanische Philosophin Judith Butler hielt Vorlesung über die Beziehung zwischen Todestrieb und Todesstrafe im Wiener Audimax

Von Oona KroisleitnerdieStandard.at

Die Gänge rund um das Audimax der Universität Wien waren Dienstagabend zum Bersten voll mit Studierenden. Judith Butler war eingeladen, die 41. Sigmund-Freud-Vorlesung zu halten, und viele wollten die US-amerikanische Philosophin aus nächster Nähe sehen.

Butler machte mit ihrem Erstlingswerk „Das Unbehagen der Geschlechter“ zu Beginn der 1990er-Jahre in der feministischen Wissenschaft auf sich aufmerksam. Seitdem gilt die Professorin für Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaften der University of California Berkeley als Begründerin der Queer Theory und Vorreiterin der Gender Studies. Es folgten unter anderem „Körper von Gewicht“, „Die Macht der Geschlechternormen“ und „Kritik der ethischen Gewalt“, ihre Frankfurter Adorno-Vorlesungen. In ihrem aktuellen Buch „Am Scheideweg: Judentum und die Kritik am Zionismus“ geht Butler, die selbst jüdischen Glaubens ist, der Frage nach, wie eine Kritik am Zionismus aus dem Judentum selbst heraus möglich ist.

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