Manfred Lütz: Dodo des Monats April 2014


Dodo des Monats April 2014
Dodo des Monats April 2014


Manfred_LützGünther Beckstein oder Manfred Lütz, ein Kopf an Kopf-Rennen, letztlich haben 5 Stimmen den Sieg von Günter Beckstein verhindert. Der Mann sieht in den 10 Geboten des Christen Gottes die Grundlagen der Politik, ist schon ernüchternd genug, Innenminister und bayrischer Ministerpräsident, da wundert einen doch nicht wirklich was so im Amigo-Ländle alles abgeht.

Gewinner ist Manfred Lütz, katholischer Theologe, Arzt und Bestseller-Autor. Er ist Facharzt für Nervenheilkunde, Psychiatrie und Psychotherapie und stellte bereits vor Jahren fest, dass die Falschen behandelt werden. Dem kann man nur beipflichten.

Manfred Lütz

„Wenn wir als Christen wirklich der Überzeugung sind, dass der Glaube an Jesus Christus der wahre Glaube ist und dass er auch zum Glück führt, dann müssen wir das doch anderen Menschen auch mitteilen und nicht egoistisch für uns behalten“…

Jesus Christus, wahrer Glaube, Glück, die Geschichte seines Glaubens sieht anders aus. Abgesehen davon, dass wohl alle Religioten die Auffassung vertreten, dass ihr Glaube der einzig Wahre sei. Dort will ja Lütz fischen gehen, anderen die Pseudo-Boschaften der Bibel und des analphabetischen Herzi-Jesulein verkünden, aus katholischer Sicht gewinnt der Sponti-Spruch, „kommt zu uns, wir haben Kekse“ eine ganz besondere Bedeutung.

Lütz nimmt nun die Heiligsprechung zweier Päpste zum Anlass und will dem Christentum zu neuem Glanze verhelfen. Die Fragwürdigkeit des Rituals stört den Psychiater in ihm nicht. Nicht das Hautpartikel, Schuppen oder blutbefleckte Stofffetzen nahezu abgöttisch verehrt werden. Wem so was gefällt der klaut auch Reizwäsche von der Wäscheleine. Fetischismus nennt man das wohl, im katholischen Ritual werden daraus Reliquien. Nimmt man noch die jesufleisch werdenden Kekse und den blutwerdenden Wein hinzu ist man mitten im besten Splattermovie. Vernunftbegabte Wesen können sich glücklich schätzen wenn katholische Gläubige nach dem Ritual wieder zur Normalität zurückkehren und sich durchaus entsprechend verhalten und die Gruselgeschichten aus der Bibel, mit ihren Botschaften, nicht Realität werden lassen.

Erinnern wir uns, Manfred Lütz ist Mitglied im Direktorium der Päpstlichen Akademie für das Leben, er gehört zu den Menschen, die anderen vorschreiben wollen, wie sie sterben wollen. In Ethikkommissionen bringen sie ihre abstrusen moralischen Vorstellungen ein, hoffend, dass es gelingen möge für alle Menschen christliche Regelwerke zu erlassen. Politische Gottesknechte, längst in der Rolle des mittelalterlichen Feudaladels angekommen, dienen sich ihnen als willfährige Erfüllungsgehilfen an. Dem Ungläubigen bleibt dann nur die Flucht, nämlich dorthin, wo selbstbestimmtes Leben und Sterben möglich ist.

Christlicher Egoismus wäre der Gesellschaft in ihrer Gesamtheit sehr förderlich, wenn alle Christen ihren Glauben und die damit verbundenen außerordentlichen Erfahrungen für sich behalten würden, in ihren Gemeinden können sie sich dann untereinander austauschen.

In dem Sinne, herzlichen Glückwunsch zum zweiten Dodo.

1 Comment

  1. Eigentlich hat er die „Ehre“ dieser Auszeichnung gar nicht verdient. (Aber alle anderen Auszeichnungen, nämlich die, welche ihm letztlich wirklich zuständen, liefen rechtlich gesehen, mit Sicherheit unter „Beleidigung“.)

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