Kreationisten-Museum: Alle Antworten stehen in der Bibel


Schon beim Eingang wird die enge Verflechtung von "Creation Science" und einer streng wörtlicher Auslegung der Bibel ersichtlich. Kreationismus ist im Prinzip eine Art Theologie und verwendet naturwissenschaftliche Erkenntnisse nur dort, wo es ins Weltbild passt.
Schon beim Eingang wird die enge Verflechtung von „Creation Science“ und einer streng wörtlicher Auslegung der Bibel ersichtlich. Kreationismus ist im Prinzip eine Art Theologie und verwendet naturwissenschaftliche Erkenntnisse nur dort, wo es ins Weltbild passt.
Auf einer nachgebauten Ausgrabungsstätte rund um Dinosaurierknochen aus Plastik präsentieren im Video zwei als Wissenschaftler vorgestellte Männer unterschiedliche Theorien.

Von Johannes BoieSüddeutsche.de

Der asiatisch aussehende Naturwissenschaftler erzählt jene Version, die man aus dem Biologieunterricht kennt. Ihm gegenüber steht eine ältere Version von Indiana Jones. Der Mann ist der Meinung, der Saurier sei vor 4300 Jahren während der biblischen Sintflut verschüttet worden. Zwei Wissenschaftler, jeder darf seine Meinung haben, aber einer ist moralisch überlegen, das erfährt man auf einer für Kinder eingerichteten Tafel: Nur wer Gottes Wort in seine Wissenschaft einbezieht, macht es richtig.

Das 27 Millionen Dollar teure Museum wurde 2007 von Ken Ham eröffnet, es ist privat finanziert worden. Ken Ham ist Anführer der Junge-Erde-Kreationisten in den USA, einer besonders fundamentalistischen Bewegung innerhalb strenggläubiger Christen. Sie verstehen sich als Gegenbewegung zu den Naturwissenschaften.

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