„El Nino“ ist im Anflug


Rötliche Färbung im tropischen Pazifik – das heißt ungewöhnlich warmes Wasser. Die Datenauswertung des amerikanischen El-Nino-Warndienstes vom 12. Mai. ©CDC
Das Weltklima könnte im Laufe der kommenden Monate aus den Fugen geraten. Ein El-Nino, eine starke Klimaanomalie, kündigt sich im Pazifik an. Vielleicht sogar ein Super-El-Nino? Das verheißt nichts Gutes, auch nicht für Europa.

Von Joachim Müller-JungFrankfurter Allgemeine

Das „Christkind“ kündigt sich im Pazifischen Ozean an, und es lässt bereits auf sozialen Netzwerken die Spekulationen über ein Rekordwärmejahr ins Kraut schießen. „El Nino“, spanisch für das Christkind, dieser Name sorgt unter Meteorologen und Klimatologen in der Regel für Unruhe. Wenn El Nino eintrifft, dann heißt das, dass die tropischen Gewässer vor der Westküste Südamerikas – insbesondere vor Peru und Ecuador – ungewöhnlich stark aufheizen. Eine Anomalie, die unregelmäßig alle paar Jahre auftritt, dann aber regelmäßig eine meteorologische Alarmkette in Gang setzt.

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