Wer wird im Land der Täter zum Juden?


Bild: brightsblog
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Zum Judentum überzutreten ist gar nicht so einfach. Viele Deutsche versuchen es trotzdem – knapp über 100 im Jahr, aus verschiedensten Gründen. Nicht immer treffen sie damit auf Verständnis.

Von Jan SchapiraDIE WELT

Ein Pfarrer freut sich bekanntlich über jedes Schäfchen, das zum rechten Glauben findet. Rabbiner sehen es dagegen als ihre Pflicht an, jeden potenziellen Konvertiten erst einmal abzuweisen. So will es die gute Sitte.

Das Judentum ist nicht missionarisch. Und Konvertiten werden in den Gemeinden mitunter misstrauisch beäugt. Und trotzdem gibt es viele Menschen, die zum Judentum übertreten. Auch in Deutschland.

So wie Felix Eliyah Havemann. Er sitzt in Leipzig auf einem Podium und liest aus seinem Buch „Wie werde ich Jude? Und wenn ja, warum?“. Er trägt ein dunkles Sakko, auf seinen kurzen, zur Seite gekämmten Haaren thront eine schwarze Kippa.

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