Aufklärung: Die Legende von der „Christlich-abendländischen Kultur“


Das Kreuz mit den Religionen
Das Kreuz mit den Religionen
Rolf Bergmeier beschreibt in die „Christlich-abendländische Kultur“ genau diese als Legende. Sachliteratur, so spannend wie gute Belletristik.

Von Alexander WallaschThe European

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.(Immanuel Kant)

Klar, Sachliteratur lebt von ihrer Informationsdichte. Richtig unterhaltend wird’s aber erst, wenn mit großer Sorgfalt gearbeitet wird, oder besser, eine griffige These hinzukommt, die kraftvoll genug ist, gewohnte Denkmuster zu durchbrechen. Dann liest sich Sachliteratur so spannend wie gute Belletristik. Das haben in jüngster Zeit beispielhaft Florian Illies unter Beweis gestellt mit seinem magisch-musischen Blickwinkel auf die europäische Avantgarde der Jahrhundertwende in „1913“ und Christopher Clark mit der akribisch ausgeführten These vom blinden Hineinschlittern der Mächte in den Ersten Weltkrieg in „Die Schlafwandler“. Zwei ganz unterschiedliche Bücher, die nachhaltig die Grenze zwischen Sachbuch und Belletristik verwischt haben.

Rolf Bergmeier ist ebenfalls Sachbuchautor. Sicher kein Feingeist wie Illies und ohne diese beneidenswerte Almanach-Kompetenz, die Clark so stark macht, dafür aber mit der deutlich steilen These des Sachbuchdramatikers. Nun kann die spektakulärste These nichts reißen, wenn sie nicht zu wachsender Gewissheit heranreift, indem sie konsequent den finalen Beweis sucht.

weiterlesen

1 Comment

  1. Die tolle abendländische christliche Kultur ist ein Märchen, das Christentum ist die Diktatur einer Verbrecherbande

    Die Christen erobern die Macht mit Gewalt, Andersdenkenden werden verfolgt und vernichtet wie Kaiser Theodosius I im Thessaloniki Edikt von 380 n.C.: „Wir befehlen, dass diejenigen, welche dies Gesetz befolgen, den Namen ‚katholische Christen‘ annehmen sollen; die übrigen dagegen, welche wir für toll und wahnsinnig erklären, haben die Schande zu tragen, Ketzer zu heißen. Ihre Zusammenkünfte dürfen sich nicht als Kirchen bezeichnen. Sie müssen zuerst von der göttlichen Rache getroffen werden, sodann auch von der Strafe unseres Zornes, wozu wir die Vollmacht dem himmlischen Urteil entlehnen.“

    Das 3-teilige Schulsystem Roms mit Fachschulen für Medizin, Recht und Philosophie wird ab 400 n.C. aufgelöst, 28 Bibliotheken, Theater und Thermen werden zerstört. Nach Architekt und Autor Marcus Vitruvius Pollio wird Schriftkunde, Zeichnen, Geometrie, Arithmetik, Philosophie, Jura, Geschichte, Musik, Medizin, Astronomie unterrichtet und später verboten, das alte römische Erziehungs- und Bildungssystem verschwindet. Die Alexandria Bibliothek wird 48 v.C. von Legionären und 389 n.C. von Christen angezündet, wie die Bücherverbrennung des zu 95,2% christlichen NAZI Regims. In der RKK bestimmen christliche Fast-Analphabeten mittels ewig wahren Mythen was Wissenschaft ist und vernichten „satanische“ Texte über Mathematik, Astronomie, Medizin und dem römischen Bau- und Ingenieurwesen. Der Analphabetismus der Gesellschaft wird für 1200 Jahre zur 100% Normalität. Der ewig wahre RKK-Glaube wird per Todesstrafe, heiliger Inquisition, Scheiterhaufen, Folter und dem Zensur Index gültig bis 1965 durchgesetzt, Abweichungen sind verboten. Die Bibliotheken sind randvoll von Gotteshumbug als Theologie, kritisches Denken gilt als Sünde, alles hat der Papst dogmatisch festgelegt, er irrt niemals. Man plappert willig jeden Humbug nach und lobt sich umseitig als hoch gebildet.

    Das römische Reich vernichten keine Barbaren, in den entfernten Provinzen fehlen qualifizierte Richter, Verwalter und Techniker die rechnen und schreiben können und Roms Luxus nicht nur durch Beutezüge finanzieren, die immer weniger einbringen aber mehr kosten. Mit römischen Zahlen rechnen ohne Dezimalen, ohne Null, ohne Division ist extrem schwierig und selten richtig. Nur eine produzierende Volkswirtschaft schafft dauerhaften Wohlstand, ausbeuten von Erzvorkommen und Raubzüge sicher nicht. Rom produziert an Exportgütern wenig, man konsumiert und manipuliert das Volk durch „Brot und Spiele“. Die Gewinne an den Mengen an Getreide machen der Adel als Großgrundbesitzer. Den Oberhirten der neuen Staatsreligion gilt jede Wissenschaft als „nutzlose Eitelkeit“ oder als Todsünde. Der Papst schließt im Mittelalter Universitäten oder deren Fakultäten in ganz Europa, weil sie Erkenntnisse liefern im Gegensatz zu den ewig wahren Dogmen. Der Mann hat keine Rippe weniger als die Frau, die Seele ist unauffindbar, die Erde ist weder eine Scheibe noch das Zentrum des Universums. Die führende Universität von Salamanca schrumpft in 250 Jahren von einst 12.500 Studenten auf 300.

    Im Dritten Reich gibt es 95,2% Christen, 62,7% evangelische und 32,5% katholische. Folglich sind alle Mörder, Kriegsverbrecher und KZ-Schergen „liebe gute“ Christen. Bei 10% NSDAP-Mitgliedern sind Priester/Pfarrer und Lehrer zu 50% treue Parteigenossen. Hinterher ist es keiner gewesen, keiner hat gejubelt, das Regime hat auch Gutes vollbracht, niemand hat je von den Mordorgien gehört, bis die Nachfahren im Nachlaß sehr peinliche Dokumente finden. Es ist die typische Haltung aller Christen, was man getan hat ist niemals schlimm, etwas gespielte Reue, 5 Minuten im Beichtstuhl, einige Gebete – fertig ist der moralische Edelchrist. Das sind christliche Charaktere wie ein Haufen Dünnschiss, nicht zu greifen aber sehr Ekel erregend.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.