Joachim Lottmann: Warum nicht mehr Menschen Kokain nehmen?


foto: larry dale gordon/corbis Unendlicher Spaß? Fast alle nehmen etwas, weil auch die Besserverdienenden inzwischen mit dem Rücken zur Wand stehen.
Schon Sigmund Freud unterschied zwischen Kokaingebrauch und Kokainmissbrauch. Er hat ganze Bücher darüber geschrieben, so euphorisch, dass sie bald aus dem Verkehr gezogen wurden. Eine Streitschrift.

Von Joachim LottmannderStandard.at

Natürlich ist Kokain schrecklich. Es hat keinen Sinn, mit dem Thema leichtfertig umzugehen. Und gleich vorweg: Die Kritik an meinem Roman Endlich Kokain verstehe ich nur allzu gut. Dort schafft es ein schwerkranker Mann, mithilfe der Droge ins Leben zurückzufinden. Weil er vorher keines gehabt hat. Man sagt nun, das sei die große Ausnahme, einer unter einer Million. Für die anderen sei Kokain absolut schädlich. Wer das nicht so sehe, mache sich einen Spaß auf Kosten der Opfer.

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