Kirchliches Bioethik-Institut fordert internationales Klonverbot


Screenshot: bb
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Problem der Eizell-Gewinnung in Stammzellforschung kaum thematisiert – Kritik an bisherigen Forschungen wegen fehlender Effizienz, Intransparenz und Interessenskonflikten

kathweb

Das in Wien beheimatete Institut für Medizinische Anthropologie und Bioethik (IMABE) hat sich für ein endgültiges weltweites Verbot des Klonens von Menschen zu Forschungs- oder reproduktiven Zwecken ausgesprochen. Angesichts verfügbarer neuerer Methoden seien die Verfahren überflüssig und zudem ethisch nicht tragbar, zumal menschliche Embryonen zu Objekten degradiert und zerstört würden, heißt es in einer Mitteilung des kirchlichen Instituts. „Ein zentraler, noch kaum thematisierter Kritikpunkt ist dabei die Frage der Eizellen-Gewinnung“, so IMABE-Sprecherin Susanne Kummer gegenüber „Kathpress“.

Derzeit beobachtet das IMABE-Institut einen regelrechten „Wettlauf“ im Kampf um Ergebnisse des sogenannten „therapeutischen Klonens“: Innerhalb nur eines Jahres habe es bereits drei Berichte über erfolgreich durchgeführte derartige Versuche gegeben, jüngst etwa von der privat finanzierten „The New York Stem Cell Foundation“. Deren Forscher um Dieter Egli gaben im Fachjournal „Nature“ an, aus Hautzellen einer 32-jährigen Patientin mit erblicher Zuckerkrankheit embryonale Stammzellen geklont zu haben.

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