Luther war kein Judenfeind


luther_1Die judenfeindlichen Schriften Luthers sind schon lange bekannt. Den Reformator als Vordenker der Nationalsozialisten darzustellen, heißt, deren gedächtnispolitischem Programm zum Erfolg zu verhelfen. Eine Replik auf Christian Pfeiffer

Von Johannes WallmannCicero

Da hat der Cicero nun die ganz große Enthüllungsstory geliefert: auf dem Cover Martin Luther vor einer brennenden Synagoge, dazu die Aufschrift „Judenfeind Luther… der Kriminologe Pfeiffer führt Beweis“. Welch schockierende Sensation! Schade nur, dass da gar nichts zu enthüllen ist. Von Luthers unsäglichen antijüdischen Schriften ist seit Jahr und Tag in der Presse und in Büchern zu lesen. Und auch Pfeiffers Unternehmen ist nicht neu: zu beweisen, dass seit der Reformation die evangelische Kirche durch jene Schriften Luthers geprägt sei und sie sich so mitschuldig an den Verbrechen der Nationalsozialisten gemacht habe.

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1 Comment

  1. Einige Texte Martin Luthers zusammen mit solchen von Rudolf Heß, Hermann Göring, Joseph Goebbels und Adolf Hitler fanden sich daher selbstredend in Schulbüchern der Nazis wieder, beispielsweise in „Hirts Deutsches Lesebuch“, Siebenter Teil: Klasse 7, Ausgabe A: Oberschulen für Jungen, Gymnasien und Oberschulen der Aufbauform für Jungen, 1940.

    Beispielhaft sei hier Luthers Pamphlet „Von den Jüden und ihren Lügen“ genannt, das wir hier als Faksimile zur Verfügung stellen:
    http://antitheismus.de/archives/9-Martin-Luther-Von-den-Jueden-und-ihren-Luegen.html

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