Grundrechte: Schickt die Affen auf die Insel


Schimpansin Schika im Kibongo-Freigehege im Erlebnis-Zoo Hannover, Oktober 2013, Bild: Deutschlandradio Kultur
Auch Affen haben Anspruch auf Freiheit, auf Leben und auf körperliche Unversehrtheit. Das findet die Initiative „animal public“. Sie will erreichen, dass die Zoohaltung von Menschenaffen beendet wird. Die Tiere würden dabei psychisch krank.

Von Dieter NürnbergerDeutschlandradio Kultur

Es sei an der Zeit, den rechtlichen Status unserer allernächsten Verwandten zu ändern. Und deshalb sollten – wie es wörtlich heißt – die Personenrechte von Menschenaffen in Artikel 20a des Grundgesetzes verankert werden. Die Initiative, die heute diese Forderung aufstellte, besteht aus Tierschützern, Psychologen und Ethikwissenschaftlern.

Bei den Grundrechten für Menschenaffen denken sie vor allem an einen Rechtsanspruch auf persönliche Freiheit, auf Leben und auch auf körperliche Unversehrtheit. Laura Zimprich ist Vorsitzende der Organisation „animal public“.

„Wir glauben, dass das einfach ein wichtiger symbolischer Schritt ist. Man erkennt somit an, dass die Grenze zwischen Mensch und Tier eine willkürliche ist, die der Mensch einmal gezogen hat. Ähnlich willkürlich, wie früher die Grenze zwischen Mann und Frau oder auch Schwarz und Weiß. Wir müssen anerkennen, dass diese Tiere Bedürfnisse haben und auch so weit entwickelt sind, dass sie eigentlich wie schutzbedürftige Menschen angesehen werden müssen.“

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1 Comment

  1. Ich kann dieser Initiative nur zustimmen, auch wenn ich keine Erfahrung mit Affen habe. Aber wir leben wir in einer gleichberechtigten Gemeinschaft mit einem Hund (20 kg Breton) und erleben eine fürsorgliche und liebevolle Persönlichkeit. Wir könnten uns keinen Tag ohne unseren Hund vorstellen. Wir haben ihn mit 8 Monaten aus dem Tierheim geholt, er war durch Monate im Käfig bereits leicht gestört. Wir haben den Hund nicht dressiert oder ein bestimmtes Verhalten gefordert. Alles was er macht ist alleine seine Entscheidung. Heute mit 12 Jahren passt er genau auf, dass im Haus alles nach erprobter Routine abläuft, wir uns wohl fühlen und erinnert uns ständig daran.

    Um 13:00 Uhr hat die Frau einen kleinen Imbiss, der Hund erinnert daran, dass es Zeit dafür ist. Um 16:00 gibt es Kaffe, dazu wird die Frau 10 Minuten vorher ganz vorsichtig aus dem Mittagsschlaf geweckt. Als nächstes muss dann das Licht angeschaltet werden, dazu baut sie sich vor einem auf und schaut einen starr an. Gleiches passiert gegen 22:00 Uhr das Fernsehen auszuschalten. Erklärt man ihr mit „warten“ dass es noch nicht so weit ist, kommt um 23:00 Uhr der nächste Versuch. Die Frau ist schwerbehindert. Wenn ihr manchmal im Bett kalt ist, merkt das der Hund sofort und kriecht zu ihr unter die Decke um sie zu wärmen, besser als jede Wärmflasche es könnte

    Man sagt der Boss geht immer zuerst durch eine Tür wenn man z.B. die Haustür aufschließt. Folglich muss ich annehmen unser Hund hält sich für den Boss im Haus – wir sind es zufrieden, denn es gibt immer etwa zum Lachen mit unserem Hund

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