Kermani-Rede: Der unerträgliche, rassistische Duktus des Thomas Feist(CDU)


Thomas Feist, CDU, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0-DE
Bei der Feier zu „65 Jahre Grundgesetz“ rüttelte Navid Kermani das Bundestagsplenum auf. Ein Leipziger CDU-Abgeordneter beklagt den „unerträglichen Duktus“ des Festvortrags, was andere wiederum „widerlich“ finden.

Von Matthias MeisnerDER TAGESSPIEGEL

Es war eine bemerkenswerte, ungewöhnliche Rede zum 65-jährigen Bestehen des Grundgesetzes. Der als Festredner geladene iranischstämmige Schriftsteller Navid Kermani erlaubte sich am Freitag eine Abweichung von der Gedenkroutine im Bundestag. Kermani rechnete scharf ab mit dem geänderten deutschen Asylrecht, das ausländischen Flüchtlingen einen Verbleib hierzulande erschwere – ein „hässlicher, herzloser Fleck“ in der Verfassung, wie er sagte. Es gab viel Beifall für den Intellektuellen.

SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann etwa lobte die „lebhafte Feierstunde“, die dem Geist des Grundgesetzes gerecht werde. Sein Linkspartei-Kollege Gregor Gysi dankte Kermani für eine „ausgezeichnete Rede“. Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt bezeichnete den Auftritt des studierten Orientalisten als „große Ehre“.

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