Niemand kann helfen: Gewalt im Indianer-Reservat


Foto: Getty Images Louise Erdrich, 1954 in Little Falls, Minnesota, geboren, stammt mütterlicherseits von den Chippewa aus North Dakota ab. Ihre Romane wurden vielfach ausgezeichnet
Etwa 40 Prozent aller Indianerinnen in den USA werden in ihrem Leben vergewaltigt. Der Grund: Die Reservate können weiße Täter nicht belangen. Davon erzählt die Schriftstellerin Louise Erdrich.

Von Hannes SteinDIE WELT

Im Februar 2013 unterzeichnete Präsident Obama den „Violence Against Women Reauthorization Act“. Dieses Gesetz gestattet es zunächst einmal drei amerikanischen Indianernationen, auf ihren Reservaten rechtlich gegen amerikanische Staatsbürger vorzugehen, die indianische Frauen vergewaltigen – weitere Indianernationen dürfen sich an diesem Pilotprojekt beteiligen.

Beobachter sprechen von einem historischen Wendepunkt, dabei hatte der Präsident schon vor Jahren erklärt: Die anhaltende Gewalt gegen indianische Frauen sei „ein Angriff auf das Gewissen unserer Nation“. Was verbirgt sich hinter dieser Meldung?

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