TIERVERSUCHE: Was passiert da im Labor?


Eine Labormaus im Jahr 2005, aufgenommen an einer Universität in Schanghai. Sie ist mit Sensoren im Kopf gespickt. Forscher haben an ihr Gedächtnisleistungen von Mäusen erforscht. | © Aly Song/Reuters
Tierversuche polarisieren. Die Wissenschaft arbeitet darum deutlich seltener mit Affen, Hunden und Katzen. Aber sie braucht immer mehr Ratten und Mäuse.

Von Dirk AsendorpfZEIT ONLINE

Im Verhältnis zu den 750 Millionen Lebewesen, die in Deutschland jährlich für den Fleischkonsum gemästet und geschlachtet werden, machen die Versuchstiere bloß ein halbes Prozent aus. Doch Tiere zu essen ist gesellschaftlich deutlich akzeptierter, als sie für den wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn zu nutzen. Das ist eine Tatsache, auch wenn es irrational ist.

Ein Leben ohne Fleisch wäre für die Menschen nämlich problemlos möglich, ein Verzicht auf hohe Standards bei Impfstoffen, Medikamenten und Chemikalien hingegen nicht. Doch die Macht der Bilder ist stärker. Die größte Empörung lösen Tierversuche mit – uns nahe verwandten – Affen aus oder mit – uns vertrauten – Haustieren wie Hund oder Katze. Die Menschen fühlen sich ihnen verbunden und identifizieren sich mit ihrem Leid.

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