Islamisten wollen demonstrativ in Hagia Sophia beten


Hagia Sophia, Bild: wikimedia.org/CC-BY-SA-3.0
In der Türkei verschärft sich die Streit um eine mögliche Nutzung der Hagia Sophia als Moschee. Wie türkische Medien am Donnerstag meldeten, rief die islamistische Organisation „Anadolu Genclik Dernegi“ ihre Anhänger auf, sich am kommenden Samstag zum Gebet in dem Istanbuler Wahrzeichen zu versammeln.

kathweb

Die als Kirche errichtete und zeitweilig als Moschee genutzte Hagia Sophia ist mittlerweile ein Museum, in dem Gottesdienste untersagt sind. Nationalistische und islamistische Politiker in der Türkei fordern jedoch seit einiger Zeit jedoch eine Umwandlung in eine Moschee.

Türkische Intellektuelle starteten eine Unterschriftenaktion für den Erhalt der Hagia Sophia als Museum. Einer der Organisatoren, der Architektur-Professor Ugur Tanyeli, warf den Befürwortern einer religiösen islamischen Nutzung vor, so zu tun, als habe die Geschichte Istanbuls mit der osmanischen Eroberung im Jahr 1453 begonnen.

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