„Hoffnung Mensch“: Das Hohelied vom Homo sapiens


Das Leben kommt uns kurz und ungerecht vor. Trost bietet vielen die Religion und der Glaube ans ewige Leben. Doch Glaube, Hoffnung, Liebe bietet auch der religionsfreie Humanismus, erklärt der Philosoph Michael Schmidt-Salomon in seinem neuen Buch.

Von Markus C. Schulte von DrachSüddeutsche.de

Mit dem kleinen Wort am Ende seines neuen Buches „Hoffnung Mensch“ hat Michael Schmidt-Salomon die Szene der Säkularen in Deutschland irritiert: „Amen“ steht dort unter einem Glaubensbekenntnis, das unter anderem lautet: „Ich glaube an den Menschen/Der die Hoffnung der Erde ist.“ Ist der bislang durch teils heftige Religionskritik aufgefallene Philosoph mit seinem neuen Buch „Hoffnung Mensch“ ins Lager der Religiösen gewechselt?

Nicht wenn es um die traditionellen Religionen geht. Aber was klingt, als würde es theistische Religionen durch eine humanistische ersetzen wollen, löst in der Szene Abwehrreaktionen aus. „Ein Autor, der sich innerlich gedrängt sieht, ein derartiges Glaubensbekenntnis öffentlich abzulegen, hat die Nabelschnur zur Religion seiner Herkunft noch nicht völlig durchtrennt“, schreibt etwa der Philosoph und Religionskritiker Joachim Kahl im Magazin diesseits.de.

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1 Comment

  1. Irgendwie bin ich irritiert, ist das noch Schmidt Salomon oder ein Ghostwriter ?

    Für die seit 30 Mill. Jahren in Clans lebenden Primaten und Hominiden ist ein Führer elementar. Im Clan erfolgreich zu dominieren ist genetisch verankert, dazu gehört auch den Frauen den Fleischkonsum vorzuenthalten um größer und stärker zu werden. Im Clan sind Autoritäten auf wie Eltern, Lehrer, Medizinmann, Clanchef usw. üblich; eine Existenz ohne eine dominante Autorität verunsichert die Clanmitglieder. Spezielle Hirnbereiche erlauben die Erkennung von Autorität binnen 0,2 Sekunden mit Unterwerfungsgestik als Folge.

    Große Handlungen und Ideen jenseits der Routine muss immer der Führer genehmigen. Zunehmende Intelligenz durch mehr Gehirnmasse überwindet den Autoritätszwang langsam. Hominide Clans praktizieren seit Mill. Jahren Empathie, Hilfsbereitschaft, Fürsorge, Allianzen, Egoismus, Gewalt und geben das Verhalten als Kultur weiter. Für die Clans ist das zum Überleben unverzichtbar, sie beten dazu keinen himmlischen Zombie an und lesen als Analphabeten auch keine heiligen Bücher. – auch keines von Schmidt Salomon

    Religioten sind mangels Wissen und Bildung unfähig Kritik am Glauben zu verstehen, Die Oberhirten der Religionen treiben sie in gerechte Kriege, Ethnozide, Genozide, Diskriminierung, Gewalt und Kinderficken, Not und Elend machen gefügig. Der himmlische Zombie befiehlt den verdummbibelten Religioten die Dogmatik als Teil des Glaubens zu sehen, was im Zirkelschluss nur Einfaltspinsel verstehen – wenn überhaupt.

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