Patriotisch oder extrem? NRW-CDU von Islamisten unterwandert


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Das Thema ist heikel: In der NRW–CDU soll es Politiker mit türkischem Hintergrund geben, die wegen ihrer Gesinnung nicht so recht zu einer „Partei der Mitte“ passen: Anhänger der religiösen Gülen-Bewegung, von Milli Görüs oder Sympathisanten der völkisch-nationalistischen Grauen Wölfe. Weil sich solche Hinweise mehren, regen die Düsseldorfer Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel, der Ex-Landtagsabgeordnete Olaf Lehne, Vertreterinnen der Frauen-Union und viele andere an, CDU-Mitglieder, bei denen der „begründete Verdacht“ besteht, radikal zu sein, einer Prüfung zu unterziehen. Sozusagen einen Demokratie-Tauglichkeits-Test einzuführen.

Westfalenpost

Ist das Hysterie? Gibt es Handlungsbedarf? Eine Spurensuche.

Um den Parteieintritt des Düsseldorfer Rechtsanwalts Dalinc Dereköy wurde jüngst gestritten. Monatelang musste Dereköy warten, bis er CDU-Mitglied wurde, musste sogar dem Parteivorstand Rede und Antwort stehen. Denn: Der 36-Jährige ist Chef des „Kreises der Düsseldorfer Muslime“. In dem Verband ist auch die vom Verfassungsschutz beobachtete Gruppe Milli Görüs organisiert. Dereköy selbst ist Mitglied der Ditib – ein vom türkischen Staat beeinflusster Muslimverband. Den größten Zweifel an seiner Person hat Dereköy aber einem Mandaten zu verdanken. Vor vier Jahren, in seinem ersten Berufsjahr, hat die Kanzlei, für die Dereköy arbeitete, den Mönchengladbacher Salafistenverein „Einladung zum Paradies“ verteidigt.

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