Fairtrade: Offiziell als schädlich zertifiziert


Bild: Fairtrade.at (CC-BY-SA 3.0)
Bild: Fairtrade.at (CC-BY-SA 3.0)

Eine neue Studie entlarvt Fairtrade als das, was es ist – ein Projekt westlicher Eitelkeiten, das diejenigen verarmen lässt, denen es nützen soll. Es verhindert Entwicklung, hält die Bauern in Abhängigkeit und ist ökonomisch mehr als fragwürdig, meint Rossa Minogue.

NovoArgumente – Rossa Minogue

Die ethisch bewussten Konsumenten der Welt sind immer noch erschüttert über die Ergebnisse einer letzte Woche veröffentlichten Studie, die aufgezeigt, wie wenig Fairtrade-Programme den Bauern in Entwicklungsländern nützen.

Veröffentlicht wurde der Bericht von der School of Oriental and African Studies (S.O.A.S.) der University of London. Die dazugehörige Studie[1] wurde von der Regierung finanziert und über einen Vierjahreszeitraum in Uganda und Äthiopien durchgeführt. Sie zeigt, dass Arbeiter auf Farmen, die Teil von Fairtrade-Programmen sind, in der Regel geringer bezahlt werden und schlechteren Arbeitsbedingungen ausgesetzt sind als diejenigen, die auf großen konventionellen Farmen und sogar kleinen Nicht-Fairtrade-Farmen arbeiten. Professor Christopher Cramer, der Hauptautor der Studie, sagte dazu: „Fairtrade ist kein effektiver Mechanismus, um das Leben von Lohnarbeitern, der ärmsten ländlichen Bevölkerung, zu verbessern.“ Außerdem werde laut Studie die in den Preis von Fairtrade-Produkten integrierte „Sozialprämie“, die eigentlich dazu genutzt werden soll, um die Infrastruktur in ärmlichen Gemeinden zu verbessern, oft falsch verwendet.

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